Jahresbericht 2013

Aus dem Vorstand

2013 war wiederum ein Jahr der Gemeindewahlen. Stadtrat, Einwohnerrat, Schulpflege, Steuerkommission in Zofingen, Behördenwahlen in den Nachbargemeinden Uerkheim und Brittnau beschäftigten uns in diesem Jahr intensiv.

Zofingen
In Zofingen wurde mit dem Rücktritt von Annegret Dubach-Lemberg als Frau Vize-Ammann ein Sitz in der Exekutive frei. Dank grosser Umsicht von Aki Dubach selbst und dem Vorstand konnte rechtzeitig eine geeignete Kandidatin als mögliche Nachfolgerin gefunden werden. Somit startete die SP mit dem bisherigen Hans Martin Plüss und Rahela Syed, Einwohnerrätin, in einen gut vorbereiteten und animierten Wahlkampf für die beiden Stadtratssitze. Besonders erwähnen möchte ich nur ein kleines Detail dieser Kampagne, nämlich die Give-aways in Form von S und P Guezlis, in einem Säckli attraktiv verpackt, und selbst gebacken von Rahela und Trix Plüss. Gleich im ersten Anlauf wurde Hämu Plüss mit der höchsten Stimmenzahl aller Kandidatinnen und Kandidaten ehrenvoll wiedergewählt, Rahela Syed schaffte es ebenfalls mit einer eindrücklichen Stimmenzahl auf Anhieb in die Exekutive. Hämu Plüss stellte sich auch als Nachfolger von Dubach als Vize-Ammann zur Verfügung. Diese Wahl können wir als höchst erfreuliche Formsache in die Archive unserer Partei einfügen.

Schulpflege und Steuerkommission wurden zum Stummfilm. Da gleich viele Kandidierende wie Sitze zur Verfügung standen, fanden keine Wahlen statt und die beiden Bisherigen, Christina Gut Sjöberg und Tobias Siegrist wurden als gewählt bestätigt.
Mit dem Rücktritt von Thomas Tröndle als Steuerkommissionspräsident durften wir neu Urs Schaufelberger als Ersatz melden, da der SVP Kandidat still aus der Ersatzposition in die Kommission nachrückte.

Äusserst aktiv gestaltete sich das ganze Prozedere um die Einwohnerratswahlen.  «WIR BEWEGEN» war der Slogan, das Motto, die Menschen an die Wahlurne bewegen, zum Nachdenken bewegen, zum Diskutieren zu bewegen. Die erste Hürde bildete natürlich die Kandidatensuche. Erklärtes Ziel war eine starke Liste motivierter Kandidatinnen und Kandidaten ohne Listenfüller. Die Liste wurde nicht so lange wie gewünscht, dafür waren wir von den Menschen, den aktiven und künftigen Politikern absolut überzeugt. Der Wahlkampf begann mit der Gestaltung und Produktion eines top gelungenen Wahlflyers. Wer erinnert sich nicht an die tolle Plakataktion mit eigenen Fotosujets bzw. Ideen. Herzlichen Dank an Graphikerin Sarah Thueler und die Fotografin Ramona Tollardo. Zum Wahlvehikel wurde ein rot bemalter Piaggio, der bei jeder Gelegenheit in Szene gesetzt wurde. Sei es beim Fotoshooting für die Plakate, den Wahlkampfplatzaktivitäten, (wo nicht nur Werbematerial verteilt wurde, sondern auch Gutscheine für Glacés oder Leutwyler-Brötchen) oder am Podium Cédric Wermuth-Christoph Blocher (wo das Mobil sogar in der Rundschau zu sehen war) oder einfach dort, wo sich das Gemeindeleben aktiv abspielte, spontan und aus dem Moment. Nicht zu vergessen, das ganz legale Parkieren in den Gassen der Altstadt.
Dass wir an der Wahl schliesslich nicht die 11 bisherigen Sitze sondern «nur» 9 ins Trockene bringen konnten, lag an den Stimmen, die an die JUSO gingen. Die JUSO führte einen eigenen, aktiven Wahlkampf und gewann auf Anhieb 2 Sitze. Somit sind wir zwar nicht eine «eigenständige» aber gemeinsam nach wie vor die stärkste Fraktion im Rat. Der Wahlerfolg der JUSO wird im separaten Bericht kommentiert.

Brittnau
In Brittnau zauberte die Ortsgruppe der Sektion sozusagen fast in letzter Minute eine Kandidatin aus dem Hut. Erfreulich, dass mit Nadine Sterchi eine ausgezeichnete Kandidatin zur Wahl stand. Sensationell aber, dass sie auf Anhieb in die Exekutive gewählt wurde. (separater Bericht im Brittnauer Teil.) Alle Kommissionsmitglieder der SP wurden wiedergewählt.

Uerkheim
In Uerkheim hingegen ist die SP weder in den Behörden noch in irgendwelchen Kommissionen vertreten. Dort fehlt es eindeutig am entsprechenden Nachwuchs. Verdiente Genossen traten einer nach dem andern, nicht zuletzt auch aus Altersgründen, zurück.

Kommunale Abstimmungen
In Uerkheim ticken nach der verlorenen Fusions-Abstimmung vom 20. Januar 2013 die Uhren anders. Trotz vollem Einsatz der Befürworter aus allen Generationen in der Öffentlichkeit, an Veranstaltungen, auf dem Dorfplatz, dem Postplatz, im privaten Kreis, gelang es nicht, für diesen Zusammenschluss eine Mehrheit zu finden. Keine der beiden Gemeinden stimmte dafür. Die Enttäuschung war gross. Quo vadis Uerkheim?

Mitgliederaktivitäten
Wiederum einen grossen Dank an all unsere fleissigen Güsler, die den BioMarché nicht nur wie jedes Jahr sauber hielten und mit ihrem Übergwändli erfolgreich Farbe bekannten. Der BioMarché wurde grösser, damit wurde auch viel mehr Ghüder als in vergangenen Jahren eingesammelt. Jeder der den Wagen schieben half, bzw. die Kübel leerte, weiss von was ich rede. Der Lohn der Güslerei bildet nach wie vor eine wichtige Einnahme in unsere Parteikasse.

Wahlkampfmobil der SP ZofingenAnfang September organisierte ein adHoc Komitee unter kundiger Führung von Martin Fischer ein Podium mit Cédric Wermuth und Christoph Blocher im Bildungszentrum. Was zuerst als Schnapsidee von Cédric in Form einer 1. August-Veranstaltung auf dem Heitere so daher dümpelte, verwandelte sich mit der definitiven Zusage von Blocher zu einer durchzuführenden Grossveranstaltung der beiden entsprechenden Ortsparteien. Nicht ganz einfach war es, kurzfristig genügend Helfer zu finden. Hier möchte ich besonders den Mitgliedern der Ortsgruppe Brittnau ein Kränzchen winden. Herzlichen Dank. Der Besucheraufmarsch war gigantisch. Und Cédric gelang es, mehr Anhänger zu mobilisieren. Doch Blocher zeigte sich als politischer Vollprofi und liess sich von den linken Zwischenrufen nicht provozieren. Mit dem Moderator Roger Köppel geriet die Diskussion zu einer echten Unterhaltung und liess doch zu, dass beide Seiten ihre Sicht der Dinge darlegen konnten. Europa und 1:12 waren die Hauptthemen. Wunderschönes Herbstwetter liess die Besucher anschliessend noch lange beim Apéro verweilen.

Christoph Blocher setzte sich sogar mit der JUSO in die Mensa. Die Blocher-Limo mit Chauffeur stand noch da als wir uns nach Aufräumen und Resumé auf unsere Velos schwangen und nach Hause radelten.

Aus dem Vorstand
Im Januar trafen wir uns zur Vorstandsklausur auf dem Haldi im Kanton Uri. Zu Diskussionen Anlass gab einmal mehr das schwindende Vermögen. Spätestens nach den Wahlen müssen wir Lösungen finden, wie wir das Vermögen nach Wahljahren immer wieder aufbauen können. Wir entwarfen eine Wahlagenda und legten die Parteiversammlungen fest. Diese sollten auch in diesem Jahr themenbezogen lokal bleiben.
 
Die GV in der Fröschengülle in Brittnau fand am 22. März statt. Wir durften erfreulich viele Mitglieder begrüssen. Der Vorstand stellte sich in unveränderter Zusammensetzung zur Wahl. Verabschiedet wurden die Revisoren Handruedi Tschudi und Susi Küng. Neu gewählt wurden René Hürzeler und Franz von Büren. Ersatz bleibt weiterhin Bruno Meier.
Elisabeth Ruch wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Wir waren der Meinung, dass es allerhöchste Zeit wäre, die verdiente Genossin Bethli Ruch gebührend zu ehren. Barbara Kunz hielt die Laudatio auf ein farbiges, bewegtes Leben in der Politik. Die Penne alla rabiate, offeriert und zubereitet von Barbara und Ruth genossen wir anschliessend sehr.

Im Laufe des Jahres organisierten wir drei Parteiversammlungen. Im Januar für die Nomination der Stadtratskandidaturen und im Juni einerseits für die Einwohnerratswahlen, andererseits für Schulpflege und Steuerkommission. Am 24. Oktober begrüssten wir eine allerdings kleine Zahl Mitglieder zur Kommissionen-PV im neuen Feuerwehrmagazin.

Und wie jedes Jahr durften wir erneut die Gastfreundschaft unserer Uerkner Ortsgruppe geniessen und unser Parteijahr im Dezember traditionell mit dem Chlaushock im Waldhaus Uerkheim abschliessen. Als Gast begrüssten wir den ehemaligen Einwohnerrat und Fraktionschef Peter Uhr. Seine Erzählungen und Berichte aus dem politischen Leben der 90iger waren erfrischend und auch motivierend für die neue Politgeneration die Dinge anzupacken und mutig Neues zu wagen.

Elisabeth Gisler, Präsidentin


Aus dem Stadtrat

Bereits ist die Legislatur mit Aki und Hämu im Stadtrat zu Ende. Als im Stadtrat Verbleibender übernimmt Hämu das Amt des Jahresberichterstatters.

Das Jahr 2013 war ein typisches „letztes Jahr“ der Legislatur. In den Vorjahren waren neue Ziele, Entwicklungen oder der Start von Planungen und Projekten das Thema. Im letzten Jahr ging es nun hauptsächlich darum, das Geplante umzusetzen und wenn möglich abzuschliessen. Dabei war die Stimmung vom Wahlkampf geprägt, was die Arbeit im Stadtrat nicht einfach machte.

Rückweisung des Budgets
Mit der Volksabstimmung vom 20. Januar wurde das Wahljahr 2013 lanciert. Das Volk lehnte das Budget mit Erhöhung des Steuerfusses um 3% deutlich ab. Dieses Abstimmungsresultat, das vom bürgerlichen Nein-Komitee als „den Stradtrat in den Senkel stellen“ bezeichnet wurde, dämpfte den Elan in der Exekutive.

Nun ging es darum, in aller Eile ein neues Budget aufzustellen. Investitionen seien zu streichen oder um Jahre aufzuschieben und in der laufenden Rechnung müsse gespart werden, was das Zeug hält. Aki und ich hatten alle Hände voll zu tun, um einen Kahlschlag beim service public zu verhindern und sicher zu stellen, dass nicht willkürlich Stellen gestrichen werden. Das überarbeitete Budget 2013 ist zwar nicht schlecht aber auch nicht gut; der Einwohnerrat stimmte ihm in der Märzsitzung mit grosser Mehrheit zu.

Stadtratswahlen
Am 6. Juni 2013 machten die Zofinger Stimmbürgerinnen und Stimmbürger eines klar: Zofingen will nicht ins letzte Jahrhundert zurückkehren. Die bisherigen Stadtratsmitglieder wurden klar wiedergewählt und mit jungen, vorwärts blickenden Kräften verstärkt. Rahela schaffte den Einzug in die Exekutive mit Bravour und Hämu erreichte das Top-Resultat; ein guter Lohn für einen kreativen (und anstrengenden) Wahlkampf in einem tollen Team. Herzlichen Dank für die Unterstützung!

Rahela Syed, Hämu Plüss, Annegret Dubach

Fast nebenbei
Neben Budgetiererei, Jahresberichterstattung und unerfreulichen Sparübungen blieb kaum noch Zeit und Energie, um die Aufgaben der Stadt zu bewältigen. Trotzdem schafften Verwaltung und Stadtrat auch im 2013 einige Highlights:
Im Bereich der Schule wurde mit Brittnau die Übernahme der Bezirksschule vereinbart. Die Vorbereitung des Systemwechsels auf 6 Jahre Primar- und 3 Jahre Oberstufe wurden vorangetrieben.
Im Tiefbau wurde der Kreisel Güterstrasse gebaut und eingeweiht. Dass sich der Kanton bei der Beurteilung des Baugrunds beim Ausbau der Mühlethalstrasse verschätzt hat, verursachte einen grossen Wirbel; mit gutem Lobbying konnten wir verhindern, dass die Stadt wesentliche Mehrkosten tragen muss. Fast nebenbei wurden 2013 mehrere Hochwasserschutzprojekte realisiert, Tempo 30 Zonen umgesetzt und Unterflur-Sammelstellen gebaut.
Bei den Hochbauprojekten der Stadt sind zwei Highlights zu erwähnen: der Spatenstich für das Pflegeheim Brunnenhof und die Bewilligung des Planungs- und Projektierungskredits für ein neues Primarschulhaus im BZZ-Campus. Die Aktivität der Stadt wirkte ansteckend: die private Bautätigkeit erreichte Rekordwerte. Besonders zu erwähnen sind die Firma Siegfried AG (neues Verwaltungsgebäude und Planung neues Produktionsgebäude) und das Spital (neues Pflegezentrum, KITA und Planung weiterer Neubauten).

Im Bereich Soziales konnte die „Chance Z!“, ein innovatives Projekt für die Integration von Menschen ohne Arbeit in den Arbeitsmarkt, durch Gründung eines Vereins etabliert und gestärkt werden. Die Herausforderung „Einführung neues Kindes- und Erwachsenenschutzrecht“ (KES) war anstrengend und schwierig, konnte aber in Zofingen gut gemeistert werden. Und schliesslich erhielt der Bereich Soziales einen neuen Bereichsleiter.
Auch bei der Repol wechselte die Leitung und auch hier konnte mit dem langjährigen Stellvertreter ein guter neuer Chef gefunden werden.
Weniger reibungslos verlief der Wechsel in der Leitung des Seniorenzentrums. Der Stadtrat musste sich nach wenigen Monaten von der neuen Zentrumsleiterin trennen.
Rückschläge gab es in der regionalen Zusammenarbeit zu verdauen: Das Regionsmarketing und der regionale Sozialdienst werden aufgehoben. Es wird grosse Anstrengungen brauchen, um das Verhältnis und die Zusammenarbeit unter den Gemeinden der Region wieder zu verbessern.
Zum Schluss noch etwas Erfreuliches: Die StWZ konnten sich im liberalisierten Strommarkt gut positionieren und haben ihr ökologisches Versprechen mit einem Standard-Strommix aus erneuerbarer Energie eingelöst. Die Photovoltaikanlage auf dem Dach des BZZ ging ans Netz; die Zofinger Konsumenten können ab sofort rein einheimischen Solarstrom beziehen.

Ausblick
Auf den Beginn der neuen Legislatur mit neuen Ideen und mit dem verjüngten und toppmotivierten Team im Stadtrat kann man sich freuen. Gleichzeitig ist zu hoffen, dass es den Sparaposteln im Einwohnerrat nicht gelingt, sämtliche Ideen schon im Keim abzuwürgen. Insbesondere braucht es von Seiten der SP Gegensteuer, um den Leistungs- und Stellenabbau-Druck auf unser Stadtpersonal wieder zu mildern. Es ist nämlich primär unserem Personal zu verdanken, dass die Stadt 2013 finanziell weit besser als erwartet abschliesst.
Ja, der Jahresabschluss 2013 lässt einen verhaltenen Optimismus aufkommen – und etwas Optimismus ist in unserer Stadt dringend nötig.

Hämu Plüss


Aus der Fraktion

Das Jahr 2013 war kein Wohlfühljahr. Nach dem schwarzen Sonntag im Januar (Ablehnung Budget und Fusion) konnten wir uns auf schwierige Zeiten im Wahljahr gefasst machen. Doch das erste Geschäft an der ersten Sitzung des letzten Jahres der Legislaturperiode war erfreulich. Wir durften Liliane Hofer in unsere Reihen aufnehmen. Nach dem Rücktritt von Anne-Käthi hat sie ihren Sitz übernommen.

Nach dem versenkten Budget war uns klar, dass wir uns nicht zurücklehnen durften. Wir waren tief im Herzen der Überzeugung, dass die bürgerlichen Parteien nun Verantwortung übernehmen mussten. Damit die Stadt im März wenigstens ein bewilligtes Budget erhalten konnte, lud der Stadtrat die FGPK, die Fraktions- und Parteipräsidien zu mehreren Sitzungen ein, an welchen in Kleingruppen die Sparvorschläge aus der Verwaltung und vom Stadtrat, aber auch aus den Parteien diskutiert, priorisiert und bewertet wurden. Gespannt warteten wir auf den Plan und die Vorschläge der SVP und FDP. Diese beiden Parteien forderten ja bereits vor Jahresfrist (Oktober 2011) vom Stadtrat eine Verzichtsplanung sowie einen Businessplan zur Erreichung eines langfristig ausgeglichenen Finanzhaushaltes der Einwohnergemeinde.
Doch weit gefehlt: Das «Geheimpapier» hatte soviel Inhalt wie eine leere PET-Flasche. Hauptidee war, dass in der Verwaltung pro Abteilung generell 10 Prozent eingespart werden müssen. Die Antworten auf die Frage, welche Leistungen dann abgebaut werden sollten enthielten etwa soviel Substanz wie der Winter 2014 uns Schnee beschert.
In der Folge erhielten wir ein Budget 2013,  welches der Einwohnerrat in der März-Sitzung bewilligte. Wehret den Anfängen kann aus unserer Sicht dazu kommentiert werden. Wir sind in den nächsten Jahren gefordert. Es drohen Abbau beim service public und in der Kultur sowie – weit verheerender – ein willkürlicher Stellenabbau.
Im Frühling konnte man das Verhalten des bürgerlichen Blocks noch mit Wahlkampfgeplänkel abtun, das wahre Gesicht haben sie dann im Herbst nach den Wahlen gezeigt. Doch davon später.

Als eine Konsequenz der Sparübungen wurde eine Einwohnerratssitzung geopfert. So traf sich der Rat im 2013 zu vier Sitzungen. An der zweiten Sitzung im Juni mussten wir Viviane Hösli ersetzen. Viviane hat im April ihr Amt im Grossen Rat angetreten und reichte ihren Rücktritt im Einwohnerrat ein. Mit Sandra Olar haben wir eine aktive Nachfolgerin gefunden.In «Vollbesetzung» hat der Einwohnerrat nebst zwei Sparbudgets weitere wichtige Geschäfte behandelt.

Nebst dem Zusammenschluss der Bezirkschulen Zofingen und Brittnau und verschiedenen Hochwasserschutzprojekten haben wir drei für Zofingen wegweisende Geschäfte behandelt.

Oppositionslos wurde die Erweiterung, die Modernisierung und der behindertengerechte Ausbau des Bahnhofs Zofingen bewilligt. Damit sichert sich Zofingen mittelfristig eine Anbindung an den Grossraum Zürich und insbesondere eine direkte Zugverbindung nach Aarau.

Die beiden verbleibenden Geschäfte gingen nicht oppositionslos über die Bühne. Beim Neubau des Quartierschulhauses im BZZ mussten wir teilweise gegen unseren eigenen Stadtrat antreten. Nicht nur aus Sicht der SP wurde in der Vorlage das Thema Tagesstrukturen zu wenig berücksichtigt. Ebenfalls störte uns die gleichzeitige Inangriffnahme eines Parkhausneubaus im BZZ. Um das Geschäft nicht zu gefährden stimmten wir diesem zu, schoben aber gleichzeitig zwei Motionen zur Nachbesserung nach. Diese beiden Motionen wurden in der Oktobersitzung vom Rat nicht überwiesen.
Die zweite gewichtige Vorlage war der Verkauf der Falkeisenmatte. Gegen den Entscheid des Einwohnerrates ergriffen wir zusammen mit der CVP und glp das Referendum, wurden aber von den beiden «Partnern» mehr oder weniger im Regen stehen gelassen.

Beide Geschäfte wiesen – wie viele andere auch – ein recht sportliches Tempo vor. Von der Information bis zum Entscheid liegen wenige Wochen. Nach dem Einwohnerratsentscheid ist keine Luft drin, Bauprojekte sind in einem engen Zeitrahmen geplant. Dies bedeutet zukünftig, dass wir uns besser und früher über anstehende Geschäfte informieren müssen.

Dass die Kräfte eines Laienparlamentes nicht unendlich sind hat uns die Hauptdiskussion im Jahr 2013 gezeigt. Nach dem Budget 2013 ging die Diskussion ohne Übergang hin zum Budget 2014. Verzichtsplanung war das Hauptthema. Stichworte wie Spittelhof und Personalabbau beherrschten das Tagesgeschäft, da bleibt neben dem Beruf wenig Zeit, sich seriös um weitere Themen zu kümmern. Weiter frisst das im Herbst gezeigte wahre Gesicht der Bürgerlichen, teilweise unter gütiger Mithilfe von glp, EVP oder CVP, Energie und Ressourcen.

Auch nach den Wahlen haben wir faktisch eine Pattistuation im Rat. Und so kippen Mehrheiten. Die sicher geglaubte Stelle in der Bauverwaltung (Hochbau) wurde im Budget 2014 dank der CVP gestrichen. So ist es auch nicht sicher, ob die Motion der FDP zur Streichung der Stelle «Bereichsleitung Alter und Gesundheit» nicht gutgeheissen wird. Diese wurde an der Budgetsitzung im Oktober eingereicht. Uns geht die Arbeit nicht aus, die Sparer haben ihr wahres Gesicht gezeigt, und wir stehen in der Pflicht, hier entsprechend Gegensteuer zu geben.

Marcel Thueler-Uhr, Fraktionspräsident

Wir bewegen


Jahresbericht 2013 der Schulpflege

Die Schulpflege behandelte im Berichtsjahr in 15 Sitzungen insgesamt 216 Geschäfte.

Im Berichtsjahr 2013 konnte sich die Schulpflege wie auch die Schulleitung in ihren seit August 2012 neuen Zusammensetzungen ihren vielfältigen Herausforderungen widmen:

Die Änderungen im Zusammenhang mit dem Wechsel auf 6 Jahre Primarschule und 3 Jahre Oberstufe haben die gesamte Schulführung stark gefordert. In einem ersten Teil ging es darum Lektionen, Klassen und Lehrpersonen in das neue System einzuordnen. Dabei zeigte sich, welche Lektionen und Stellen eventuell durch den Systemwechsel überzählig sein würden. Anschliessend haben Schulpflege und Schulleitung anlässlich einer Retraite einen Kriterienkatalog erarbeitet, um bei allfällig notwendigen Entlassungen einen für alle vertret- und akzeptierbaren Massstab zu haben. Ob es tatsächlich zu Entlassungen aus organisatorischen Gründen kommen wird, kann aber erst im nächsten Frühling abschliessend beurteilt werden. Für alle positiv war in diesem Zusammenhang sicherlich der Entscheid der Gemeinde Brittnau, ihre Bezirkschüler bereits per Schuljahr 2014/15 nach Zofingen zu schicken. Damit verliert die Bezirkschule lediglich eine Klasse und wird dann mit 15 Klassen geführt. Bis zum Systemwechsel im nächsten August muss jetzt insbesondere noch die Feinplanung der Stundenpläne gemacht werden.

Ein weiteres Grossprojekt ist die Planung des neuen Schulhauses. Notwendig wird es durch die steigenden Schülerzahlen auf Primarstufe. Der Studienauftrag Neubau Quartierschulhaus Zofingen ist bereits lanciert, die sechs Generalplanerteams sind mittlerweile bestimmt. Standort des 12 Abteilungen umfassenden Neubaus ist der nördliche Teil des BZZ, in Nähe der bestehenden Turnhalle. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse der qualifizierten Architekturbüros, die voraussichtlich am 25. September 2014 der Bevölkerung präsentiert werden können.
In der laufenden Legislatur wird sich die Schulpflege mit der Entwicklung der Schülerzahlen in der Oberstufe und deren Auswirkungen auf Infrastruktur und Lehrpersonal auseinandersetzen müssen.

Ebenso gefordert ist die Schulpflege bei der Qualitätskontrolle. Hier ist es uns ein Anlie-gen, dass Schule und Unterricht noch besser werden. Instrumente zur Überprüfung und damit zur Verbesserung sind vorhanden, diese müssen aber von allen Beteiligten noch intensiver genutzt werden. In diesem Zusammenhang haben sich die Schulpflege und die Schulleitung entschieden, den Bereich „Schulführung“ anfangs März 2014 einer externen Zwischenevaluation durch die Fachhochschule zu unterziehen.

Weitere wichtige Ziele der Schulpflege sind die Etablierung der Schulsozialarbeit auf allen Stufen, sowie die Überführung der Projektphase Tagesstrukturen in einen Regelbetrieb an zwei Standorten.
Für die Schulsozialarbeit auf Stufe Kindergarten konnte dank Umlagerungen der Betreu-ungsangebote im Bereich Kindergarten ein 40%-Pensum geschaffen werden. Die Stelle hat Claudia Wyss, die per Ende Jahr aus der Schulpflege zurückgetreten ist, im Januar 2014 antreten können. Für die Primarstufe können aller Voraussicht nach, dank Stundenplanänderungen aufgrund des Wechsels 6/3, zusätzliche Stellenprozente geschaffen werden. Somit sollten wir dem Ziel „Schulsozialarbeit auf allen Stufen“ im Jahr 2014 einen grossen Schritt näher kommen.
alls neu lanciert und wird gemeinsam mit dem neuen Ressortverantwortlichen im Stadtrat angepackt.

Für die angelaufene Amtsperiode wird frühestens im Mai eine Nachfolge für Claudia Wyss gewählt, somit werden wir das erste Semester 2014 in Unterbesetzung meistern müssen. Nach wie vor unklar ist die Zukunft der Schulpflege. Der Regierungsrat möchte die Gesamtverantwortung für die Schule in einem Gremium bündeln. Ob der Stadtrat jedoch die Finanzkompetenz und die Führungsverantwortung tragen soll, entscheidet das Stimmvolk voraussichtlich Ende 2015.

Christina Gut Sjöberg und Tobias Siegrist


JUSO

Das Jahr 2013 war für die JUSO Zofingen ein turbulentes Jahr. Ganz im Mittelpunkt standen die Einwohnerratswahlen in Zofingen. Mit der eigenen Liste „JUSO + Alternative“ konnte sie zwei Sitze im Zofinger Parlament erobern. Dieser Erfolg ist dem aufwändigen Wahlkampf zu verdanken. Mit vielen Strassenaktionen, Plakaten und vor Allem mit viel Engagement der Kandidierenden wurde ein aktiver Wahlkampf betrieben. Mehr als so manche bürgerliche Grosspartei zu machen vermochte. Das Resultat ist auch ein Zeichen für die Stärke der einzigen Jungpartei in der Region. Es zeigt das die linken Kräfte SP/JUSO in der Region durch alle Altersschichten hindurch erfolgreich sind und die Synergien gut nutzen. Ebenfalls kandidierte in Rothrist Mirjam Erne von der JUSO für den Gemeinderat und konnte auch wenn sie nicht gewählt wurde, mit einem tollen Resultat abschliessen.
Neben den Einwohnerratswahlen stand auch die 1:12 Initiative mit ihrer Kampagne im Zentrum vom Jahr 2013. Kaum eine andere Kampagne der linken Kräfte in der Vergangenheit hatte ein solches Ausmass. Auch die JUSO Zofingen war massgeblich daran beteiligt. Mit verschiedenen Aktionen wie z.B. einer grossen Telefonaktion, einem Brunch oder einem Stand in der Stadt wurde für die Vorlage geworben.

Personell gab es im Vorstand Veränderungen: Rolf Bänziger trat zurück und wurde durch Michael Werfeli ersetzt. Auch in den Medien war die JUSO präsent mit verschiedenen Berichten und Leserbriefen. Zum Schluss dankt die JUSO Regionalgruppe Zofingen sich bei der SP Zofingen-Uerkheim-Brittnau für die gute Zusammenarbeit und die finanzielle Unterstützung.

Denise Kunz


SP Ortsgruppe Brittnau

Nadine Sterchi

Die SP-Ortsgruppe Brittnau kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Ende März 2013 durfte sie die Generalversammlung für die ganze SP-Sektion Zofingen/Uerkheim/Brittnau im Naturfreundehaus Fröschegülle organisieren. Am 1. August hielt Regierungsrat Urs Hofmann die  1. August-Ansprache. Zahlreiche Brittnauerinnen und Brittnauer folgten seinen Gedanken mit grossem Interesse. Am 22. September gelang es der SP Brittnau mit Nadine Sterchi-Blum nach 30 Jahren Abstinenz im Gemeinderat wieder einen Gemeinderatssitz zu erobern.  Sie wurde im ersten Wahlgang mit dem sehr guten Resultat von 720 Stimmen bei einem absoluten Mehr von 499 gewählt. Bruno Koch wurde an der Urne mit 652 Stimmen erneut in die Steuerkommission gewählt und René Bühler wurde in stiller Wahl in der Finanzkommission bestätigt. Die SP-Ortsgruppe Brittnau freut sich sehr, wieder im Gemeinderat und in den wichtigen Kommissionen vertreten zu sein.

Martin Fischer


SP Ortsgruppe Uerkheim

Dieser Jahresbericht gibt meine persönliche Meinung wieder. Ich habe mich nicht um politische Ausgewogenheit bemüht.

Das Thema in Uerkheim war die Fusion mit Zofingen: Dieser hatte die Gemeindeversammlung noch zugestimmt. Aus einer politisch eher rechten Ecke wurde das Referendum ergriffen das schliesslich in beiden Gemeinden erfolgreich war. Auf die Argumente der Zofinger gehe ich nicht ein, das müssen die selber wissen. Der Abstimmungskampf in Uerkheim bewegte sich auf bedenklichem Niveau. Blut und Boden Theorien wurden aus der Mottenkiste geholt, es war kein Kampf der Argumente, sondern der Emotionen. Man hat sogar in Zofingen Stimmung gemacht und so gingen auch in der Stadt die Emotionen hoch. Am Schluss haben beide verloren. Das Geld regiert die Welt.

Es standen Wahlen an in unserer Gemeinde. Eine schwierige Veranstaltung nach diesem miesen Abstimmungskampf. Unsere Gemeinde ist tief gespalten am Schluss kandidierten nur noch Anhänger und Mitläufer der Sünnelipartei, dies obwohl deren Strippenzieher sich jeweils in der Eintracht zu treffen pflegen. Keiner von uns hatte Lust sich weiter für die Gemeinde zu engagieren.

Zum Schluss noch etwas Erfreuliches: Im Dezember traf sich die SP. in der Diaspora, in der Waldhütte Uerkheim (diese hätten wir Vaterlandslosen Gesellen den Zofingern zum Frass vorgeworfen. Nicht meine Argumente) Walter Hofer, Markus Bäni und ich organisieren diesen Anlass jeweils. Kräftig unterstützen uns unsere Frauen, ohne deren Mithilfe würden wir diesen Abend nicht stemmen. Walti und ich zählen nicht mehr zu den Jusos, (Jean Ziegler war die Ausnahme die nicht unbedingt nachgeahmt werden muss) wir werden dieses Jahr den Anlass noch wie gewohnt durchführen aber nachher möchten wir diesen in andere Hände legen. Wie in der Gemeinde: Wir werden zu Seite treten damit wir die Nachrückenden nicht behindern.

Dieses Jahr werde ich 65 Jahre alt, meine Pensionierung steht bevor. Ich freue mich mit meiner lieben Margrit auf Rasa, ein kleines Dorf im Centovalli. Der Himmel wird auch da nicht ausbrechen aber uns beiden gefällt es dort.

René Hürzeler

SP-Kandidierende für die Einwohnerratswahlen 2013