Parteichronik 1961 bis 1970

Die neuen Grossräte unserer Sektion heissen Alois Renggli und Otto Fürst. Werbung für die SP und den «Freien Aargauer», wie immer und von allen Präsidenten gross geschrieben.
Kollege Otto Fürst stellte den Betrag von Fr. 250.– zur Verfügung, als Kostenanteil an das Flugblatt oder zu anderer Verwendung.
Man hat allen Grund sich über die Mätzchen der Freisinnigen aufzuregen! (Diese sind so freisinnig, dass sie auch zum schwärzesten Lügen noch frei sind!) auch die freien Stimmbürger unter Marti werden nicht gerühmt.
Liegenschaft Suter wird für den Betrag von Fr. 3´300´000.– durch die Gemeinde gekauft.

Bericht über Sport- und Turnhallenneubau und Schwimmbad.
Aufhebung des Stimmzwangs und Revision des Kirchenartikels.
Orientierung über das Aktiensteuergesetz. Erste Schritte für den Altersheimneubau.
W. Bringolf tritt als SPS-Präsident zurück.
Es werden von den Kommissionsmitgliedern Tätigkeitsberichte abgegeben.

Willi Hubacher wird als Präsident des Konsumgenossenschaftsrats gewählt.
Im Januar wird das 100. Mitglied Alwin Schärer in die SP Zofingen aufgenommen.
Es liegen die Anträge des Gemeinderates für folgende Bauvorhaben vor: Kläranlagen mit Hauptsammelkanälen in der Region, neue Turnhalle.

Der Handels- und Industrieverein plant im Rahmen Aarburg, Oftringen, Zofingen, Strengelbach 200 Wohnungen zu erstellen (sozialer Wohnungsbau).
Es werden bauliche und andere Mängel beim Bau des neuen Altersheims gerügt (Lift zu klein und Gänge zu schmal).
Für die Grossratswahlen stellen sich die Kollegen Renggli und Fürst (beide bisher) zur Verfügung. Vom Gewerkschaftskartell wird Franz Bühler nominiert.
Das Volk stimmt der Einführung des Einwohnerrates zu.

Der Krediterteilung für ein Verwaltungs- und Werkgebäude sowie einem Bauamtswerkhof wird zugestimmt.
Als Gemeinderäte stellen sich wieder W. Frösch und A. Schmidlin zur Verfügung und werden bei den Wahlen am 12. und 13. September mit hohen Stimmenzahlen gewählt.
Als eidgenössische Geschworenen bleiben Robert Häuselmann und Walter Frösch. Franz Bühler wird anstelle von H. Spühler, Aarburg, in den Grossen Rat einziehen.
Als Einwohnerräte sind gewählt: Renggli, Häuselmann, von Warthburg, Otto Fürst, Fritz Hirschi, Willi Baumann, Ernst Hunziker, Willi Hubacher, Adolf Blum, Franz Bühler, Jakob Leu, Hermann Schaller und Georg Gyger.

Dem neuen Gesetz mit drei Wochen Ferien für jeden Arbeitnehmer soll nach Otto Fürst unbedingt zugestimmt werden.
 Die Eingemeindung von Mühlethal kommt wieder einmal ins Gespräch.
Es wird über das Steuergesetz und das Zusatzrentengesetz diskutiert. Der Vorsitzende bedauert, dass durch die Einführung des Einwohnerrats das Parteileben gelitten habe!
Die Arroganz gewisser Mitglieder des hiesigen Gewerbevereins wird angeprangert.

Gründung der Partei 1918 wird an der Vorstandssitzung vom 31. Mai durch den Vorstand besprochen. Es wird beschlossen, das 50-Jahr-Jubiläum zusammen mit der Textil-Gewerkschaft am 7. September 1968 durchzuführen.

Die Maifeier wird in Zofingen durchgeführt, da Aarburg wegen Militäreinquartierung nicht dazu in der Lage ist.
Sepp Lieb, ein Gründer der Parteisektion, ist im Juni verstorben.
Walter Frösch erklärt seine Demission als Gemeinderat am 4. November.
Die Jubiläumsfeier bringt zu Lasten der Kasse ein Defizit von Fr. 697.10.

Für die GV wird kleine Verlängerung beschlossen, da zu viele Grippefälle herrschen.
Schmidlin wird wiedergewählt als Gemeinderat. Renggli wird seine nicht belohnte Kandidatur für den zweiten Wahlgang zurückziehen. Walter Frösch wird, obwohl es ihm peinlich sein, wieder kandidieren, der Partei zuliebe. Er wird wiedergewählt und A. Schmidlin zudem als Vizeammann gewählt. Bei den Einwohnerratswahlen gehen zwei Sitze verloren.

Präsident ist Robert Häuselmann. Alois Renggli war noch bis zur GV tätig. Seine grossen Verdienste werden ihm aufrichtig verdankt. Er wirkte vom 1. Januar 1953 bis zum 27. Februar 1970 als Präsident.
Kindergarten und andere Bauvorhaben geben nicht viel zu reden.