Die SP macht sich stark für ein Nein zur "Keine 10-Millionen-Schweiz"

Der Stand der SP mit Christian Nöthiger, Laura Kerstjens, Hansruedi Sommer, Alessio Gheller, Annette Koechlin, Sandra Steiner und Marianne Graber.

 

Die hochsommerlichen Verhältnisse erlaubten es der SP, ihren Stand am Samstagsmarkt auf dem alten Postplatz in Zofingen dieses Mal ohne Regendach aufzustellen. Weil die Aktion von der Orts- und der Bezirkspartei gemeinsam organisiert worden war, halfen auch Bezirkspräsidentin und Grossrätin Barbara Stocker Kalberer sowie der Strengelbacher Gemeinderat Jürg Kalberer tatkräftig beim Auf- und Abbau mit. Hauptanliegen der SP war es, die Stimmberechtigten dazu aufzurufen, am 14. Juni 2026 gegen die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» zu stimmen.

 

Einwohnerrätin Laura Kerstjens (Co-Präsidentin der SP Zofingen) meinte dazu: «Wir empfehlen ein klares Nein, weil die Einführung einer starren Obergrenze die Personenfreizügigkeit und die Bilateralen gefährdet, den Lohnschutz aushebelt und die Wirtschaft sowie den Asylbereich ins Chaos stürzen würde.» Gleichzeitig wurde am Stand der SP auch für ein Ja zur kantonalen Bildungsinitiative und gegen die Revision des Zivildienstgesetzes geworben. Letztere würde nach Einschätzung der SP unter anderem dem Pflegebereich dringend benötigte personelle Ressourcen entziehen, welche die Armee gar nicht braucht. Die SP-Mitglieder verteilten an der Standaktion nicht nur Äpfel, Frisbees und Flyer, sondern diskutierten auch mit Marktbesuchern und standen für Auskünfte zur Verfügung.

 

Bedauert wurde der Umstand, dass ausser der SP keine andere Partei am Zofinger Samstagsmarkt präsent war. Die bekannten Umfragen zeigten bisher, dass gerade unter SP-Wählenden die Zustimmung zur SVP-Initiative am absolut tiefsten ist. Die SP kann mit Überzeugungsarbeit in den eigenen Reihen deshalb nicht mehr viele zusätzliche Stimmen gewinnen und ist folglich dringend auf Support aus dem bürgerlichen Lager angewiesen, wo sich diese Abstimmung letztlich auch entscheiden wird. Da die Meinungsbildung aktuell bereits weit fortgeschritten scheint, dürfte vor allem die Mobilisierung der Stimmbevölkerung am Ende den Ausschlag dafür geben, wie die Abstimmungen vom 14. Juni herauskommen. Die SP wird deshalb auf jeden Fall auch in den kommenden Wochen weiterhin am Ball bleiben.

 

Christian Nöthiger

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