Die SP diskutierte die Zukunft der regionalen Energie- und Wasserversorgung

Der ehemalige Zofinger Stadtpräsident und heutige Verwaltungsratspräsident der StWZ, Hans-Ruedi Hottiger, referierte im Alten Gerichtsaal im Rathaus. Foto: Christian Nöthiger

 

An der Parteiversammlung der SP Zofingen vom 21. Mai 2026 stand die Fusion der StWZ Energie AG mit den Städtischen Betriebe Olten (sbo) im Zentrum der Diskussion. Die beiden Unternehmen hatten im Juni 2025 ihre Absicht bekannt gegeben, im Rahmen des Projekts «Frohburg» einen Zusammenschluss vertieft zu prüfen. Als Gastreferent informierte Hansruedi Hottiger, Verwaltungsratspräsident der StWZ Energie AG und Mitglied des Steuerungsausschusses des Projekts «Frohburg», über den aktuellen Stand der Arbeiten. Er erläuterte die Zielsetzung, gemeinsam eine starke, regionale Partnerschaft auf Augenhöhe zu schaffen, die auch weiteren Gemeinden und Versorgern offenstehen soll.

Die Parteiversammlung zeigte, dass der mögliche Zusammenschluss von sbo und StWZ gewichtige Fragen zur zukünftigen Energie- und Wasserversorgung der Region aufwirft. Diskutiert wurde unter anderem der politische Entscheidungsfindungsprozess. Demnächst werden die zuständigen Gremien über die Fusion und die weiteren Schritte befinden, Verwaltungsräte, Stadträte, sowie später Stadtparlamente und die Bevölkerung.

Hansruedi Hottiger betonte in seinen Ausführungen, dass die Wertschöpfung und die Arbeitsplätze in der Region bleiben sollen. Der Zusammenschluss sei diesbezüglich eine Chance für beide Unternehmen, auch weil sbo und StWZ ähnlich gross sind und eine Mitbestimmung auf Augenhöhe mit einer 50:50-Lösung vorgesehen ist.

Mit dem Zusammenschluss sollen Synergien genutzt und die Leistungsfähigkeit verbessert werden, etwa mit Blick auf den Fachkräftemangel. Stimmen aus dem Publikum betonten, wie wichtig die frühzeitige und faire Einbindung der Mitarbeitenden sei, um Veränderungen gemeinsam zu gestalten.

Auch Herausforderungen wurden angesprochen: So stellte sich die Kantonsgrenze aufgrund unterschiedlicher gesetzlicher Vorgaben als grösseres Hindernis heraus als ursprünglich erwartet. Hinzu kommen Unterschiede bei den Rechtsformen; die StWZ ist eine Aktiengesellschaft, die sbo eine öffentlich-rechtliche Anstalt.

 

Die SP Zofingen wird die künftigen Entwicklungen weiterhin aufmerksam begleiten und sich aktiv in die Diskussion zur Zukunft der regionalen Versorgung einbringen.

Laura Kerstjens

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