Wenn einige meinen, alles sei falsch!

 

Im Moment ist unsere Stadträtin Rahela Syed wirklich nicht zu beneiden. Als Ressort-verantwortliche Alter und Gesundheit musste sie in der Vergangenheit und auch aktuell sehr schwierige Entscheide für das Seniorenzentrum Zofingen verantworten.

 

 

Aktuell obliegt es ihr, die finanziellen Konsequenzen der CORONA-Pandemie und unschöne Personal-Entscheide zu kommunizieren.

 

Es ist eine verrückte Geschichte, vor noch nicht allzu langer Zeit mussten Wartelisten für die Alterseinrichtungen geführt werden. Dann kommt eine Pandemie, bei der das meiste Wissen ad hoc erarbeitet werden muss. In der Anfangsphase sind die Alterseinrichtungen mit ihren vielfach vorerkrankten Pensionären im Fokus der Pandemie. Viele Menschen sterben an den direkten oder indirekten Folgen der noch unbekannten Krankheit. Die Menschen in den Alterseinrichtungen mussten geschützt werden, so konnten viele wertvolle Besuche oder Ausflüge nicht mehr erlaubt werden. Die Folgen zeigen sich je länger die Pandemie andauert. Neueintritte stocken, denn wer will sich freiwillig in die Einsamkeit begeben. Die Pflegeheime sind für Vollbetrieb personalisiert. Nun kommt der Markt ins Spiel, weniger Pensionäre bedeutet weniger Ertrag und es gibt eine Überkapazität im Angebot.

Und jetzt kommen all die neoliberalen Besserwisser, die meinen mit einer Änderung der Rechtsform oder mit Ressortschiebereien könne man ein de facto-Naturereignis bekämpfen. Dass vor dem Hintergrund des zu erwartenden Jahresverlust die Personalkapazitäten der Nachfrage angepasst werden muss, ist unschön aber unausweichlich.

 

Jetzt den Kopf der Ressortleiterin zu fordern ist gleich blöd, wie wenn jetzt der Kopf von Finanzminister Ueli Maurer gefordert würde, weil er für die Schweiz per Jahresende einen überproportionalen Verlust anmeldet.

 

 

Zofingen soll doch glücklich sein, eine so gute Infrastruktur für unsere älteren und pflegebedürftigen Menschen anbieten zu können.

 

 

 

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