Jahresbericht 2001

Jahresbericht des Präsidiums

Auf das zu Ende gehende Parteijahr schaue ich gerne zurück, obwohl es mit einem Patzer begann.
Anfang März letzten Jahres, ich war mit Nelson unterwegs im Zofinger Wald, durchfuhr es mich wie ein Blitz. Den Grund will ich euch kurz erzählen:
Wie immer habe ich einen Gedanken mit auf den Spaziergang genommen, um diesen zu Ende denken zu können. An diesem Nachmittag war es die GV der /SP Zofingen. Ist das Drehbuch o.k.? Sind die Präsente organisiert? Hat unser Referent, Herr Geiser, alle nötigen Informationen? Ach ja, die Aufnahme-Urkunden für unsere neuen Mitglieder will ich noch ausgestalten. Sind die jeweiligen Traktanden an die Verantwortlichen delegiert? – Schreck, lass nach! Ein Traktandum habe ich völlig vergessen: Am 23. März sollen doch die beiden Stadtrats-KandidatInnen nominiert werden...
Möglichst schnell nach Hause, möglichst schnell Urs und den Vorstand benachrichtigen und noch schneller mit Lilo zusammen einen Nachversand organisieren!

Es war eine wunderbare Stimmung an dieser GV, wir haben das Sternensäli gefüllt. Herr Geiser war erstaunt über den Grossaufmarsch, wir vom Vorstand waren glücklich. Ihr habt euch sehr grosszügig verhalten, als es ums Spenden ging. Ich habe am darauffolgenden Tag Fr. 240.– an das Schweizerische Arbeiterhilfswerk überwiesen. Ach noch was: Die Nominationen konnten dank eurer Toleranz durchgeführt werden – vielen Dank!

Inzwischen haben neun Stammtisch-Runden stattgefunden, hat sich der Vorstand mindes-tens ein Mal pro Monat getroffen, konnten vier A/SPekte-Veranstaltungen im Bezirk be-sucht werden und waren fünf Parteiversammlungen auf dem Programm.

Am BioMarché-Wochenende war keine Gasse vor unserer Putzwut sicher, an der 800-Jahr-Feier sind wir mit unserer Theaterbar und dem Pizzawagen aufgefallen. Am Badifest wurden Fr. 16’000.– erschwommen, die wir mit grosser Freude an den «Verein Behindertenbus Region Zofingen VBRZ» weitergeleitet haben. Das Wetter war bombig, die Première gelungen, uns fehlte einzig die geschlossene Unterstützung der /SP Zofingen...
Nach diesem Höhepunkt folgte drei Tage später der nächste: Unsere Einwohnerrats-Kandidatinnen und -Kandidaten wurden nominiert. Mit dem Referat «Die Gemeinde als Keimzelle der Demokratie» des Genfer Philosophen Francis Cheneval wollte der Vorstand sich bei all denen bedanken, die sich dieser öffentlichen Aufgabe gestellt hatten, resp. diejenigen ermutigen, die diesen Schritt neu wagen.
Am 17. September haben wir vom Vorstand uns zusammengesetzt und unsere Arbeit analysiert. Die Kritikpunkte haben wir mit in die Klausur vom 1./2. Dezember auf den Col de la Forclaz mitgenommen. Das war ein ganz wertvolles Wochenende mit Schnee und Sonne. Wir durften im Haus von Alains Familie wohnen, hatten eine Menge Arbeit, den Laptop, Fondue, Hefe für den Sonntagszopf, Wein und gute Laune aus dem Unterland mitgenommen. Diese zwei Tage gehen in unsere kleine Vorstandsgeschichte ein!

Nein, die beiden Wahlsonntage habe ich nicht vergessen. An den 23. September erinnere ich mich nämlich sehr gut: Ich habe toll geschlafen, bin dann in aller Ruhe aufgestanden, habe überlegt, wie wir den Sonntag gestalten könnten, habe mich gemütlich an den Frühstückstisch gesetzt und die SonntagsZeitung gelesen...
SICHER NICHT – meine Nerven lagen blank, was denkt ihr denn?
Die Resultate wurden telefonisch bekanntgegeben: in Uerkheim und in Zofingen war uns alles geglückt.
Der 4. November war nicht weniger aufreibend. KBZ wollte schon morgens eine Wahlanalyse, Frau Ruch von der AZ hatte sich meine Natel-Nummer geben lassen, da ich unbedingt erreichbar sein sollte. Mit Dilli hatte ich abgemacht, dass sie mich sofort orientiert, sobald die Resultate bekannt sind. Das hat auch phänomenal geklappt. Das Resultat war überwältigend.
Die /SP hat hier in Zofingen guten Boden, diesen werden wir weiterpflegen, macht ihr mit?

Wir sind beim Chlaushock gelandet. Unsere Schwestersektion Uerkheim hatte in ihre Waldhütte eingeladen. Unser Gast Barbara Kunz hatte ein politisches Alphabet dabei, mit dem sie uns durch viele spannende und unterhaltende /SP-Momente führte. Die Uerkner Sektion verabschiedete sich sehr herzlich und dankbar von ihren beiden «Aushängeschildern» Andrea und Viktor John, die vergangenen Sommer nach Turgi umgezogen waren.
Es war ein interessanter, gemütlicher und geselliger Abend. Liebe Uerkner Kolleginnen und Kollegen, ich möchte euch ein grosses Kompliment aussprechen: euch ist kein Aufwand zu gross, voller Einsatz ist selbstverständlich, dass alle dabei sind, ist Ehrensache – ihr tut uns gut!

Lasst uns das Sternensäli am 22. Februar 2002 zum Platzen bringen, zeigt, dass euch an der /SP Zofingen gelegen ist.

Alles Gute zum neuen Jahr, Gesundheit für euch alle, friedvolle Menschen, die diese Welt regieren, wünscht euch von Herzen

Annegret/Aki Dubach-Lemberg, Präsidentin /SP Zofingen


Jahresbericht 2001 /SP/LÄZ Fraktion

EINE AKTIVE SP/LÄzFRAKTION

Das Einwohnerrats-Jahr 2001 war geprägt von unserem aktiven Engagement. An jeder Sitzung haben wir unsere Anliegen eingebracht und die Sitzung aktiv mitgestaltet. Zu guter Letzt wurde unsere Motion betreffend Einführung neuer Medien in der Stadtbibliothek mit 38:0 Stimmen angenommen. Wahrlich ein toller Abschluss.

Doch nun von vorne: An der ersten Sitzung vom 12. März 2001 befassten wir uns mit zwei happigen Vorlagen. Einerseits ging es um die Sanierung der Parkhaus Zofingen AG. Wir wollten für einen einmaligen Kredit Hand bieten, nicht aber für weitere Unterstützungen auf fünf Jahre, ohne dass flankierende Massnahmen realisiert wurden. Leider unterlagen wir mit unserem Antrag. Andererseits wurde die Rechtsformänderung der StWZdiskutiert. Trotz grossem Engagement von Martin Fischer, Elsbeth Rauber und Peter Wullschleger hatten wir leider auch hier hier keine Chance. Bei diesen Niederlagen realisierten wir, wie wichtig es wäre die Themen auch einmal aktiv mitzubestimmen. Darum setzten wir uns im Mai, losgelöst von irgendwelchen Geschäften, zusammen um auszutüfteln, was eigentlich in Zofingen alles realisiert werden müsste und wo wir mit einem Vorstoss nachhelfen könnten. Das Resultat an diesem Abend war toll. Die Ideen sprudelten so zahlreich, dass Prioritäten gesetzt werden mussten, was wir wann und wie bringen wollten.

Bereitsan der Mai-Sitzung reichten wir eine Interpellation betreffend Stand der Veloinitiative und eine Motion betreffend Aufhebung der Parkplätze um das Gemeindeschulhaus ein. Für die Juni-Sitzung wurde die Motion betreffend Aufhebung der Abfallgrundgebühr ausgearbeitet, weiter wurde der Stadtrat betreffend Einführung von Tempo 30 in ausgewählten Wohnquartieren befragt. Leider fanden wir im Einwohnerrat keine Mehrheit für unsere Anträge, aber die Diskussionen waren trotzdem wichtig und spannend. Ganz nach dem Motto:"SteterTropfen höhlt den Stein"werden wir uns auch inZukunft nicht entmutigen lassen. Die Blockzeiten-Motion der FDP im März wurde z. B.einstimmig angenommen. Ein Anliegen, welches wir seit Jahren vertraten, damit aber immer wieder unterlagen.

Auch Motionen von andern Parteien gaben dieses Jahr viel zu diskutieren. Speziell möchte ich die Motion betreffend geleitete Schulen erwähnen. Hier konnten wir mit zahlreichen Diskussionen im Vorfeld der Einwohnerratssitzung bewirken,dass ein solcher Schnellschuss keine Chancen hatte. Die FDP sah sich gezwungen die Motion zurückzuziehen. Sie brachte das Anliegen an einer nächsten Sitzung in abgeänderter Form, dass auch wir es gross mehrheitlich unterstützen konnten.

Unser letztes Steckenpferd war dann die Motion betreffend Einführung neuer Medien, welches von Doris Mittelholzer ausgearbeitet wurde. Hoch erfreut konnten wir an der letzten Sitzung feststellen, dass hier Einigkeit bestand. Mit 38:0 wurde die Motion überwiesen.

Am Schluss bleibt mir zu danken für das entgegengebrachte Vertrauen. Ich kann sagen, es hat mir Spass gemacht und es war toll mitzuerleben,wie die Einwohnerratsfraktion zu einer guten, aktiven Gruppe zusammenwuchs. Alle hatten sich engagiert und ein Steinchen zu unserer guten Leistung beigetragen. Ganz speziell möchte ich mich für das erholsame Geschenk bedanken, es hat mir grosse Freude bereitet. Allen wünsche ich alles Gute. Den jetzigen Einwohnerrätinnen und Einwohnerräten viel Kraft, Energie und Durchhaltevermögen, damit sich unsere Umgebung weiterhin in Richtung von einem sozial-und umweltverträglichen Zofingen entwickelt.

Herzlichst Christiane Guyer


Schulpflege Zofingen, Jahresbericht 2001

Die Schulpflege behandelte in 22 Sitzungen (Vorjahr 22) 604 Geschäfte (Vorjahr 599).

Schulbetrieb und Schulorganisation
Zofingen (und Mühlethal) haben nach wie vor stagnierende bis sinkende Schülerzahlen mit der Konsequenz, dass an der Unter- und Mittelstufe tendenziell Lehrpersonen überzählig sind. An der Oberstufe herrscht dahingegen im ganzen Kanton grosser Lehrermangel. Mangels einer qualifizierten Lehrkraft musste auf das Schuljahr 2001/2002 an der Realschule eine kleine Klasse aufgehoben werden. Die betroffenen Kinder gehen in Vordemwald und Oftringen zur Schule.
Die Schule beteiligte sich im Rahmen der 800-Jahr-Feier mit verschiedenen Aktivitäten. Zu erwähnen sind die Spielgasse während des Altstadtfests, die Ausstellung der Be-zirksschule im Rathaus und verschiedene musikalische Darbietungen.
Die Zofinger Schule ist im Internet präsent. Attraktiv sind insbesondere die Websites der Bezirksschule und der HPS. Die Quartierschule Mühlethal wurde mit Beginn des Schuljahres 2001/2002 der Schulpflege Zofingen unterstellt. Die Integration verlief problemlos.
An baulichen Veränderungen sind zu vermerken: Abschluss der Umbauarbeiten im Gemeindeschulhaus, Umbau Kindergarten Römerbad und Erweiterung der sanitären Einrichtungen in der HPS. Infolge steigender Schülerzahlen und dementsprechender Raumnot bezieht die HPS im Frühjahr 2002 zusätzliche Räumlichkeiten in einer Liegen-schaft am Müllerweg.

Projekte und Reformen
Regionalisierung der Oberstufe (Regos): Die Real-, Sekundar- und Bezirksschüler von Bottenwil kommen künftig nach Zofingen zur Schule. Die Gemeindeversammlung Botten-wil hat den entsprechenden Schulvertrag genehmigt. Dieser Vertrag wird dem Ein-wohnerrat 2002 zur Genehmigung unterbreitet. Die Umsetzung erfolgt in ca. 2 Jahren. Ob ein Vertrag Zofingen/Uerkheim zustande kommt, ist noch offen. Uerkheim tendiert eher Richtung Schöftland. Strengelbach und Vordemwald streben eine Zusammenarbeit in der Real- und Sekundarschule an. Brittnau hat die Mindestzahl an Abteilungen und wird eigenständiges Oberstufenzentrum bleiben.
Die Arbeiten am Projekt «Neue Führungsstrukturen» sind angelaufen. Das Konzept, beinhaltend die neue Organisation mit einer Schulleitung und einer zahlenmässig kleineren Schulpflege, wird dem Einwohnerrat 2002 vorgelegt.
Für die Blockzeiten liegen Lösungsansätze vor. Das Projekt ist jedoch komplex und viel mehr als ein neuer Stundenplan. Grundsätzliche Aspekte wie neue Unterrichtsformen, Halbklassenunterricht ja/nein, Änderungen bei den Stundentafeln der Schüler und Pflichtpensen der Lehrpersonen sind vorerst schulintern und mit dem Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) zu diskutieren. Hinzu kommen Fragen des Schulraums und der Finanzierung. Die Schulpflege wird das Konzept 2002 vorlegen. Stadtrat und Einwohnerrat werden, je nach vorgeschlagener Lösung, insbesondere über den jährlich notwendigen Kredit zu beschliessen haben.

Schlussbetrachtung
Für Gabi Meyer, Roland Walther und mich, ist dies der letzte Jahresbericht nach 8, resp. 4 intensiven und interessanten Amtsjahren.
Gemeinsam haben wir uns für das Wohl der Schule, unter sozialen Aspekten, eingesetzt. Es ist dabei auch erfreulich festzustellen, dass die Aufgaben und die Zusammenarbeit überparteilich im Vordergrund stand. Für die Unterstützung der Partei bei unserer Arbeit bedanke ich mich herzlich. Ich wünsche Graziella Wirth und den Neugewählten, Yvonne Meier und Hanna Zbinden, alles Gute für die zukünftige Arbeit, in einer wichtigen Erneuerungsphase unseres Schulwesens.

Vreni Wüthrich-Theus, Dezember 2001
(Inhalt basiert auf dem Jahresbericht des Präsidenten)


Stadtrat Zofingen, Jahresbericht 2001

Zum letzten Mal in unserer 12 jährigen Amtszeit wenden wir uns offiziell an euch.
Das Jahr 2001 brachte neben Erfolgen auch Rückschläge, im politischen Alltag der Gemeinde Zofingen. Positiv zu vermerken ist sicher der Zusammenschluss mit der Gemeine Mühlethal der beiden grösstenteils Vorteile bringt, wie Optimierung der Verwaltung, der Unterhaltsdienste und Zusammenarbeit.
Als weiterer Pluspunkt darf sicher begegnen, bewegen, gestalten, also die 800-Jahrfeier-Anlässe, mit Ausnahme des «Startspektakels» gewertet werden. Die Aktivitäten im Laufe des Jahres haben gezeigt, dass auch in Zofingen ein Zusammengehen möglich ist.

Innerhalb des Stadtrates herrschte nach wie vor ein gutes Arbeitsklima, was auch nach aussen sichtbar und bemerkbar wurde. Entscheide wurden immer fair und sachlich herbeigeführt, die Argumente respektiert und die Entscheide von allen mitgetragen.
Betreffend der Erhaltung von Arbeitsplätzen in der Gemeinde fanden die wiederkehrenden Gespräche mit ansässigen Firmen ein gutes Echo, leider ist es uns nicht gelungen die Firma Schweizer Electronic in Zofingen zu halten. Dagegen haben die beiden Grossunternehmen Siegfried AG und Ringier AG ihr Bekenntnis zum Standort dadurch bekräftigt, dass Investitionen im 60-80 Millionenbereich getätigt werden, dies ist sehr erfreulich.
Wie immer, sind auch negative Punkte zu registrieren, Rosengarten-Park, PP unterer Stadteingang, Stagnieren in der Umsetzung von Radstreifen und die immer noch fehlende direkte Nord-Zufahrt in das Industriegebiet.
Aber die «Neuen» werden sich sicher mit den vorliegenden Lösungsmöglichkeiten weiter befassen und zu einem für alle positiven Abschluss bringen.

Für die meist gute Zusammenarbeit auf allen Stufen danken wir recht herzlich und können mitteilen, dass die 12 Jahre Stadtratstätigkeit eine Bereicherung waren, die immer haften bleiben wird.

Es waren vier bewegte aber interessante Jahre in meiner letzten Amtsperiode als Stadträtin. Meine Arbeit im ganzen Sozialbereich hat mich wieder recht gefordert, aber zusammen mit einem super Team im Sozialdienst, konnten wir vielen Menschen helfen und ihnen wieder neuen Mut geben.

Die neue Armut oder die Zweiklassengesellschaft fordert ihre Opfer. Immer mehr Menschen sind nicht mehr fähig ihren Lebensweg ohne Beratung und Hilfe zu bewältigen. Leider wird heute Gewinn und Macht immer höher eingestuft, als eine Gesellschaft in der alle Menschen gleiche Chancen erhalten. Um das zu verändern braucht es meine Partei. Die /SP wird in den nächsten Jahren gefordert sein, nebst anderen wichtigen Themen die Gleichbehandlung der Menschen vermehrt anzugehen.

Das Seniorenzentrum hat mir wieder viel Freude gebracht. Die uns anvertrauten alten Menschen fühlen sich wohl bei uns. Dies ist nur möglich dank guter Führung, und Personal welches mit grossem persönlichen Einsatz immer das Beste gibt.

Die dringend notwendige regionale Jugend- und Familienberatungsstelle hat sich bewährt und die Notwendigkeit wurde längst bestätigt. Meine letzten Wochen waren zusätzlich noch geprägt vom Abschied nehmen. Viele schöne Stunden des Zurückblickens durfte ich mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erleben. Es hat mir gezeigt, dass meine Arbeit «Für Menschen» geschätzt wurde.

Zum Schluss wünsche ich Annegret Dubach und Urs Schaufelberger viel Glück, Ausdauer und viele neue Ideen.

Die /SP-Stadträtin Dilli Schaub
und der /SP-Stadtrat Lothar Brünisholz