Jahresbericht 2014

Aus dem Vorstand

Dazwischen

2013 wird als Zwischenjahr, als Jahr zwischen Kommunal-, Kantons- und nationalen Wahlen in die Geschichte eingehen. Nach dem bewegenden Wahljahr 2013 konzentrierte sich die SP auf die nationalen Abstimmungen.

Zofingen wurde durch ein Ultrakurzes Erdbeben der Stärke 1 kaum erschüttert, als im Frühjahr der Rücktritt des Schulpflegepräsidenten bekannt wurde. Da wir bereits mit Christina Gut Sjöberg und Tobias Siegrist in dieser Behörde gut verankert waren, sahen wir keinen Handlungsbedarf. Die Situation änderte sich aber schnell als Lukas Fankhauser als ehemaliger Schulpfleger von überparteilichen Kreisen um eine Kandidatur gebeten wurde. Nach intensiver Diskussion waren wir mehr als erfreut, als Lukas sich nach reiflicher Überlegung entschloss seine Kandidatur als neuer Schulpfleger anzumelden. Er war ja nach seinem mehrjährigen Auslandaufenthalt unverzüglich wieder in der Partei aktiv und bereits zum neuen Vorstandsmitglied gewählt. Die Schule war immer ein besonderes Anliegen von Lukas. Ein wenig erstaunt allerdings durften wir beobachten, dass keine einzige Partei eine ernsthafte Gegenkandidatur in Betracht zog. Etwas Schaumschlägerei oder Stürmchen im Wasserglas bezüglich Ausgewogenheit der Parteien innerhalb dieser Behörde waren die einzigen etwas hilflosen Reaktionen. In Wahrheit waren nicht nur wir froh, dass Lukas in stiller Wahl als Schulpflegemitglied bestätigt und gleich innerhalb dieser Behörde zum Präsidenten gewählt wurde. Ehrlicherweise zeigte diese Wahl, dass es immer schwieriger wird, geeignete und fähige Personen für solche zeitintensiven wie anspruchsvollen und kaum bezahlten Behördentätigkeiten zu finden. Dies gilt für uns wie für alle Parteien in allen Behörden. Eine Zeiterscheinung.

Was uns Ende Jahr bewegte, war die Ankündigung des Kantons in Zofingen ein grosses, kantonales Asylzentrum im alten Pflegezentrum zu eröffnen. Nach der Polemik in Aarburg erwarteten wir von den Behörden in diesem Falle eine sehr sorgfältige und gute Vorbereitung. Es durften keine Fehler passieren. Regierungsrätin Susanne Hochueli begrüsste gemeinsam mit Stadtammann HR Hottiger und den entsprechenden Ressortverantwortlichen eine sehr grosse Anzahl Bürgerinnen und Bürger im Stadtsaal zur Information. Am   10. Dezember trafen die ersten ca. 60 Asylsuchenden im Zentrum ein. Wenig später durfte ich als Parteivertreterin an der ersten Begleitgruppesitzung teilnehmen. Inzwischen besuchte ich das Zentrum wiederholt und konnte mir persönlich ein Bild machen. Im Neuen Jahr wird eine Gruppe gebildet werden, die sich in den vorübergehenden Integrationsaktionen engagieren möchten. Wir werden an vorderster Front dabei sein.

In Brittnau werden wohl dank unserer Gemeinderätin Nadine Sterchi auch Vertreter der Ortsgruppe immer wieder eingeladen um in verschiedenen Arbeitsgruppen mit zuarbeiten, mitzudenken. Die aktuelle Frau Gemeindeammann Haller, inzwischen GLP-Mitglied, suchte die Zusammenarbeit mit den Parteien aktiv. Was uns sehr freute.  Siehe separater Bericht.

Da in Uerkheim die SP weder in den Behörden noch in irgendwelchen Gremien vertreten war, fehlte es an der Motivation der wenigen Mitglieder irgendwo aktiv zu werden. Wenig bewegte sich im Ort. Ein Dorf, das scheinbar lediglich verwaltet wird. Vielleicht keimt irgendwann auch dort ein Pflänzchen, das grösser und grösser wird, wie wir das gerade in Rothrist erlebten.

Mitgliederaktivitäten
Wiederum einen grossen Dank an all unsere fleissigen Güsler, die den BioMarché nicht nur wie jedes Jahr den Markt sauber hielten und mit ihrem Übergwändli erfolgreich Farbe bekannten. Der BioMarché wurde noch grösser, damit wurde auch viel mehr Ghüder als in vergangenen Jahren eingesammelt. Zusätzlich wurde erfolgreich Abfall getrennt. Nach diesem „Chrampf“ freute sich jeder auf das feine Mittwoch-Buffet im Loohof und der monetäre  Lohn der Güslerei bildete nach wie vor eine wichtige Einnahme in unsere Parteikasse.

Aus dem Vorstand
Gleich zu Jahresbeginn trafen wir uns zur Vorstandsklausur auf dem Haldi im Kanton Uri. Ein Haupttraktandum, welches schon im Vorjahr viel Diskussionsstoff bot, war das schwindende Vermögen. Unser Kassier überlegte sich verschiedene Varianten, die wir eingehend diskutierten. Einstimmig favorisierten wir seinen Vorschlag, den MG Beitrag um CHF 5.00 bis 10.00 zu erhöhen, sowie die Behördensteuern anzuheben. Letzteres hätte insbesondere den Effekt die grossen Pauschalbeiträge bei Wahlen für die Kandidaten zu eliminieren. Das Rechenbeispiel bezüglich der MG Beiträge zeigte deutlich, dass damit wieder genügend Reserven für unseren grössten Ausgabeposten, die Wahlen, angespart werden könnten. Christian wurde beauftragt einen entsprechenden Antrag an die GV vorzubereiten.
Zu weiteren intensiven Diskussionen Anlass gaben auch angekündigte Rücktritte aus dem Vorstand. Auch hier stand eine Herkulesaufgabe an, Mitglieder für diese Hintergrundarbeit zu begeistern, überzeugen und schliesslich zur Wahl vorzuschlagen.

Zur GV 2014 luden wir ins Seniorenzentrum Tanner ein. Der Ort hatte eine gewisse Symbolik. Einerseits für Städträtin Rahela Syed als Ressortleiterin Alter und Gesundheit, wie auch für Stadtrat Hämu Plüss als Bauherr des neuen Zentrums. Wir durften erfreulich viele Mitglieder begrüssen. Ob der Suppenznacht ein Magnet war? Verabschiedet wurde Marcel Thüler als Vorstandsmitglied, willkommen geheissen Lukas Fankhauser. Ansonsten keine Veränderungen und Personalmutationen.
Der Antrag zur Erhöhung des MG Beitrages von CHF 10.00 wurde von Christian vorgebracht und mit ergänzenden PPP veranschaulicht. Zu unserer aller Erleichterung wurde dem Antrag ohne Gegenstimme zugestimmt.

Im Laufe des Jahres organisierten wir drei Parteiversammlungen. Die erste fand im Mai zum Thema „Zusammenarbeit  oder eine Stadt formen“ mit dem begnadeten Referenten und Präsidenten des Vereins „Stadt Region Zofingen“ Peter Gehler statt. Das Referat war höchst interessant und die kleine Schar anwesender SPler diskutierte lange und angeregt. Trotzdem enttäuschte der spärliche Aufmarsch interessierter Genossinnen und Genossen zu dieser PV zu einem  doch brennenden Thema für unsere Region.
Für die zweite PV im August zum Thema „Fremd in Zofingen“ durften wir eine weit grössere Anzahl Interessierter begrüssen. Ob es am Thema oder diesmal an unserer sehr intensiven PR lag?  Der Verein INRZ durfte sich vorstellen. Die Interviews im Mittelteil berührten zweifellos was sich in der anschliessenden Diskussion entsprechend manifestierte. Michael Flückiger vom ZT berichtete persönlich.
Die dritte PV im November widmeten wir heuer der wichtigen Abstimmung vom 30. November. „Sparen für alle… Ersparnisse für wenige?“ NR Yvonne Feri zeigte Argumente auf, die wir in der Kampagne zur Abschaffung der Pauschalsteuer für reiche Ausländer verwenden können. Ausserdem berichtete GR Kathrin Scholl äusserst kompetent von den unsäglichen Absichten der Regierung bzw. des Grossen Rates im Frühling ein Sparpaket durchzupauken wie es der Kanton noch nie gesehen hat. Auch diese PV war sehr schwach besucht. Ob es am Wintereinbruch lag?

Und wie jedes Jahr durften wir erneut die Gastfreundschaft unserer Uerkener Ortsgruppe geniessen und unser Parteijahr im Dezember traditionell mit dem Chlaushock im Waldhaus Uerkheim abschliessen. Als Gast begrüssten wir Nationalrat Max Chopard mit Gattin. Sein kurzer Vortrag war die Geschichte eines Büezers, der über die Gewerkschaftsarbeit Nationalrat wurde. Früher der übliche Werdegang, heute ein eher exotischer Weg in die inzwischen fast professionelle Arbeit in der nationalen Politik. Als sehr engagierter Politiker liess er uns sein Feuer für den Kampf für soziale Gerechtigkeit und Solidarität deutlich spüren.

Elisabeth Gisler, Präsidentin


Aus dem Stadtrat

Auch im Jahr 2014 haben die Mitarbeitenden der Stadtverwaltung wieder ein Riesenpensum bewältigt – und haben den Stadtrat auf Trab gehalten.

Im Bereich Soziales konnte einiges umgesetzt werden: Mit den Gemeinden Attelwil, Brittnau, Kirchleerau, Staffelbach und Wiliberg konnten Zusammenarbeitsverträge in den Bereichen Sozialhilfe und/oder des Kindes- und Erwachsenenschutzes abgeschlossen werden. Zusammen mit den zusätzlichen Mitarbeitenden zog der ganze Bereich vom Stadthaus hintere Hauptgasse in die Kustorei um. Auch das Jugendkulturlokal ist im Planet Z unter Dach und Fach. Mit der Unterbringung von Asylsuchenden im alten Spital Zofingen hat der Stadtrat vorbildlich mit dem Kanton zusammengearbeitet und über die Kantonsgrenzen hinaus für Aufsehen im positiven Sinne gesorgt.

In der Schule konnte auch auf der Unter- und Mittelstufe die Schulsozialarbeit eingeführt werden. Allerdings mussten die entsprechenden Kosten an anderer Stelle bei der Schule eingespart werden.

Am Kinderfest war Perroy die diesjährige Gastgemeinde. Die Einladung unserer welschen Kollegen ist beim Probieren und Einkaufen unseres „Rothüslers“ entstanden. Das Wetter war – entgegen den Prognosen – bis kurz vor dem Fackelumzug - wunderbar, danach zog ein Sturm auf.

Seit Mitte Jahr ist das Seniorenzentrum Rosenberg und Tanner unter der Leitung von Gisela Henzmann, ehemalige Leiterin Pflege und Betreuung. Ihr Vorgänger, Heinz Schürch (sowohl Leiter Seniorenzentrum als auch Bereichsleiter der Fachstelle Alter und Gesundheit) hat sich vorzeitig pensionieren lassen. Ein Vorstoss der FDP hat dazu geführt, dass die Bereichsleitung Alter und Gesundheit in eine Fachstelle umgewandelt wurde und nun seit anfangs November 2014 wieder besetzt ist.

Zofingen bietet wieder ein ausserordentliches kulturelless Angebot, welches der Stadtrat im Rahmen der Kulturförderung unterstützen will. Im alten Schützenhaus hat der Verein Kunsthaus Zofingen (neuer Name, vorher: Verein Kunst im Alten Schützenhaus) vier interessante Ausstellungen organisiert. Ein abwechslungsreiches Programm boten „Musik und Theater“ als auch die „Kleine Bühne“. Die Literaturtage mit dem Thema Finnland haben weiter über die Gemeindegrenze hinaus Anklang gefunden. Das Neujahrsblatt ist in der 100. Ausgabe erschienen.

Seit diesem Jahr gibt es für alle 23 Vertragsgemeinden ein einheitliches Polizeireglement und die Zusammenarbeit gestaltet sich sehr positiv. Die Tätigkeit im Bereich Jugendpolizei bewährt sich, dabei gilt das Moto „Prävention vor Repression“. Prävention steht auch in anderen Bereichen an erster Stelle. Vermehrt ist die Polizei auch auf dem Bike anzutreffen. Mit diesem attraktiven und sportlichen Interventionselement präsentiert die Regionalpolizei Zofingen ein bürgerfreundliches und ökologisches Erscheinungsbild. Die Repol verfügt über einen ersten ausgebildeten Bike-Polizisten.

Die Bauabteilungen konnten nach langjährigen Planungen wichtige Vorhaben umsetzen. Der Kreisel am oberen Stadteingang ging in Verkehr. Der Ausbau der Mühlethalstrasse im Abschnitt Stampfiweier bis Milchhüsli wurde in Angriff genommen – zur Beschleunigung gleich mit zwei Bauteams. Und das „Jahrhundertwerk“ der Unterführung Strengelbacherstrasse konnte ebenfalls endlich begonnen werden. Beim Hochbau ist vor allem der Neubau des Pflegeheims Brunnenhof zu erwähnen. Innert einem Jahr wurde der ganze Rohbau hochgezogen und bereits sind die Fenster montiert. Für das neue Quartierschulhaus im BZZ-Areal konnte in einem Studienwettbewerb ein ausgezeichnetes Projekt ausgewählt und nun weiter bearbeitet werden.

Dem Werkhof ist mit der Auslagerung der Werkstoffsammelstelle zur Firma Gloor AG ein vorteilhaftes Geschäft gelungen. Und mit der neuen Unterflur-Sammelstelle auf der unteren Promenade konnte die Schmuddelecke beim Häfligergarten eliminiert werden.

Für die Stadtfinanzen war das letzte Jahr ausserordentlich erfreulich. Der Rechnungsabschluss mit einer Selbstfinanzierung von mehr als 8 Mio. Franken übertraf die kühnsten Erwartungen. Viele Faktoren haben zu diesem Ergebnis beigetragen: knallharte Budgetdisziplin auf der Ausgabenseite und positive Entwicklungen bei den Aktiensteuern und bei der Steuerkraft der natürlichen Personen. Am Schluss trugen noch einzelne einmalige Effekte zum glücklichen Ergebnis bei. In den nächsten Jahren wird sich zeigen müssen, ob sich diese positive Entwicklung bestätigt.

Kein Glück hatte die Stadt in der Auseinandersetzung mit der Aargauischen Pensionskasse APK. Nach einem schwer verständlichen Bundesgerichtsentscheid muss die Stadt nun doch wesentlich höhere Austrittsleistungen erbringen als erwartet. Der Wechsel zur neuen Pensionskasse Communitas wird die Stadt aber immer noch mehrere Millionen günstiger kommen als ein Verbleib bei der APK.

Und wie haben unsere Stadtratsmitglieder das Jahr 2014 erlebt?

Rahela: Schon etwa drei Monate vor dem offiziellen Amtsantritt bot uns der Stadtammann auf, damit die Ressortverteilung und die Übergabe der Ressorts reibungslos erfolgen konnte. Von Anfang an stellte ich ein motiviertes und engagiertes Stadtratsteam fest. Die Stadtratssitzungen erlebe ich als intensiv, konstruktiv und mit vielen kritischen Detaildiskussionen. Ich hoffe, dies bleibt so.
Mit einem vollen Terminkalender startete ich in die neue Legislatur, weil für das Seniorenzentrum eine neue Leitung gesucht werden musste. Bewerbungsdossiers mussten studiert und sortiert werden. Die anschliessenden Bewerbungsgespräche waren sehr spannend und lehrreich. Mit Hämu zusammen bin ich in zwei Baukommissionen, Neubau Seniorenzentrum Brunnenhof und Umbau Rosenberg in Alterswohnungen. Dadurch werde ich nun langsam zu einer Bauexpertin.
Eine schöne Abwechslung sind die Besuche bei den 95- und 100-jährigen Einwohnerinnen und Einwohnern.

Hämu: Die Blutauffrischung im Stadtrat habe ich sehr positiv erlebt. Die drei neuen Mitglieder haben sich innert Kürze in ihre Ressorts eingearbeitet. Das Team, welches von Anfang an gut zusammenpasste, wurde an einer denkwürdigen Klausurtagung in Adelboden richtiggehend zusammengeschweisst. Der gute Zusammenhalt erleichterte so manchen nicht einfachen Entscheid. Ich selbst habe den Wechsel vom „gewöhnlichen“ Stadtratsmitglied zum Vizeammann als erhebliche Rollenveränderung erlebt, quasi vom Greenhorn zum Silberrücken – ein gutes Gefühl.

Gesamthaft war das Jahr 2014 im Stadtrat - abgesehen von wenigen Pannen – erfolgreich, sehr (arbeits-) intensiv und von einem tollen Teamgeist getragen. Mit dem Gefühl, auf einem guten Weg zu sein, freuen wir beide uns auf die kommenden Herausforderungen.

Rahela Syed und Hans-Martin Plüss


Aus der Fraktion

An der konstituierenden Sitzung des ER, durften wir Elmar Bertschinger als Einwohnerratspräsidenten normieren. Er wurde dann auch mit einem Glanzresultat vom Rat bestätigt. Somit stellt die SP 2014/15 den „höchsten Zofinger“. Das wars dann aber auch schon mit dem Erfreulichen an der ersten ER-Sitzung. Wie jedes Mal zu Beginn einer Legislatur mussten für diverse Verbände Mitglieder gewählt werden. Im Vorfeld liefen die Drähte heiss, wer nun wo wie viele Abgeordnete stellen kann und soll. Genervt ab diesem Trauerspiel hat die Fraktion im Verlauf des Jahres in einem Vorstoss eingereicht, der für die nächste Legislatur einen Vorschlag für ein weniger kompliziertes Wahlverfahren verlangt.
Höhepunkt war dann die Wahl des Präsidenten der FGPK. Die Fraktion hat darauf verzichtet, nach Marcel Murri einen Kandidaten zu stellen. Wir wollten den bürgerlichen die Chance bieten, in den von ihnen angezettelten „finanziell schwierigen Zeiten“, eine aktive Rolle zu übernehmen. Aufgrund der Auswahl entschied sich dann der Rat für Röbi Weishaupt von der CVP. Dass die FDP ihren Kandidaten nicht durchbringen konnte, lässt sie stetig durchblicken – und spart nicht mit Kritik, wenn auch hinter vorgehaltener Hand.

Im März gab es dann zwei nennenswerte Geschäfte. Einerseits war dies das Begehren für eine zusätzliche Stelle im Hochbau und andererseits die Beantwortung unserer Motion zur Änderung des Geschäftsreglements des Einwohnerrates.
Mit dem Budget 2014 wurde auch eine zusätzliche Stelle im Hochbau beantragt. Der ER hat diese Stelle dann mit Hilfe der CVP aus dem Budget gestrichen… („weil der Bedarf nicht ausgewiesen sei“). Unser Stadtrat Hämu hat dann, um überhaupt noch irgendwie Arbeiten zu können, beim Rat eine zusätzliche Stelle beantragt. Bereits in der FGPK zeichnete sich eine Zustimmung ab. Wir haben uns dafür stark gemacht, dass die Stelle nicht nur für ein Jahr befristet werden soll, sondern so lange, wie zur Zeit Projekte vorliegen. Dies sollte bei der Stellenbesetzung helfen. Wer will schon einen „unsicheren“ Job? Wir wollen gute Mitarbeiterinnen in der Stadtverwaltung.
Regelmässig mussten wir 3/4 Jahre und länger auf das Protokoll der Einwohnerratssitzung warten. Mehrmaliges Nachfragen im Rat, persönliches Bitten bei den Zuständigen und viel Geduld reichten leider nicht aus. Nachdem uns definitiv „der Kragen platzte“, schrieb Michu eine Motion, in welcher gefordert wurde, dass jeweils alle Unterlagen auf die Homepage gehören und dass spätestens 20 Tage vor der nächsten Sitzung die Protokolle versandt sein müssen. Obwohl der Einwohnerrat das Geschäft noch nicht einmal überweisen hatte, zeigte der aufgebaute Druck schnell Wirkung Die Protokolle flatterten plötzlich eines nach dem anderen in die Briefkästen und der Rat überwies mit grossem Mehr unsere Motion. Wir freuen uns auch an den kleinen Erfolgen.

Die Juni-Sitzung wurde zur Monstersitzung. Nebst der Rechnung diskutierte der Rat auch noch 3 gewichtige Geschäfte.
Das Wichtigste war das neue Jugendkulturhaus. Die Vorlage war äusserst ausführlich vorbereitet und in der FGPK wurde zudem die hinterste und letzte offene Frage geklärt. Nicht alle im Rat bemerkten, dass nach Abzug aller Unterstützung von externen Geldgebern und dem Verschieben von Stellen um lediglich CHF 10’000.- diskutiert wurde. Schliesslich kam alles gut und beiden Anträgen des Stadtrates wurde stattgegeben. Zofingen erhält nun nach jahrelangem Ringen ein Jugendkulturhaus. Dies ist für Zofinger Verhältnisse nicht selbstverständlich (wenn man in die Vergangenheit blickt...).
Es kommt immer häufiger vor, das wir uns mit Geschäften auseinandersetzen müssen, welche uns zu spalten drohen. Dabei handelte es sich 2014 um die Parkhaussanierung und den Bus-Terminal. Einerseits stehen wir für eine sachliche Politik ein, andererseits haben wir ein hohes ökologisches Gewissen.

Das Parkhaus muss, nachdem statische Mängel festgestellt wurden, saniert werden. Die Kosten werden vom gut geäufneten Parkhausfonds getragen. Mit der neuen Rechnungslegung darf aus dieser „Topf“ jedoch nicht mehr direkt Geld entnommen werden. Die Abschreibungen müssen Jahr für Jahr mit der laufenden Rechnung verrechnet werden. Da die Bauten unterhalten werden müssen und zu unserem Vermögen gehören, sollte der Unterhalt nicht vernachlässigt werden. Wie können wir aber unserer WählerInnen verständlich machen, dass wir kein Geld für andere Investitionen haben, weil wir im Parkhaus Löcher bohren und Wände streichen?
In demselben Dilemma steckten wir beim Bus-Terminal. Weil beim Bau offensichtlich nicht genügend sorgfältig gearbeitet wurde. müssen schon nach 23 Jahren grosse Sanierungsarbeiten vorgenommen werden. Auch hier diskutierten wir über Sinn und Unsinn der vorgeschlagenen Sanierung – und wurden uns nicht einig.

Parlamentarische Vorstösse
Per Interpellation wollten wir im Juni (bereits zum zweiten Mal nach 2007) wissen, ob nicht ein wenig benutzerfreundlichere Öffnungszeiten an Zofinger Verwaltungsschaltern möglich wären. Mit Genugtuung erfuhren wir, dass per Januar 2015 ein kleiner Schritt in diese Richtung getan wird.
Ebenfalls wollten per Interpellation erfahren, wie der Stadtrat gedenkt, die vorgeschriebene Mindestanzahl Asylsuchende aufzunehmen. Mit der Beantwortung waren wir nicht ganz einverstanden. Wir nahmen zur Kenntnis, dass das Soll erreicht sei und somit die Ersatzabgaben wegfallen. Wir erwähnten, dass nichts gegen die Aufnahme von weiteren Menschen sprechen würde und dass die Bemühungen zur Schaffung zusätzlicher Asylplätze weiterzuführen seien. Nicht wenig überrascht waren wir dann ein paar Tage später, als der Kanton und die Stadt der Bevölkerung mitteilten, dass im alten Pflegeheim 180 Plätze für Asylsuchende geschaffen werden sollen.
Per Postulat verlangten wir im Juni, dass von den Zofinger erzo-Abgeordneten eine langfristige Eigentümerstrategie beim Gemeindeverband erzo einzufordern sei. Da dies bereits erfolgt sei, stellte der Stadtrat den Antrag, dieses Postulat zu überweisen und gleichzeitig abzuschreiben. Dass der Rat dann das Postulat einstimmig nicht abschreiben wollte zeigt uns einmal mehr, dass wir offenbar das richtige Gespür für wichtige Geschäfte haben.

Im Oktober reichten wir eine Motion ein, welche die umgehende Inangriffnahme der Sanierung der Bez-Turnhallen verlangt. Die Beantwortung durch den Stadtrat ist noch offen. Ebenfalls noch offen ist unsere Interpellation, in welcher wir vom Stadtrat die Auswirkungen des kantonalen Sparpakets auf unsere Gemeinde aufgezeigt haben wollen.

Marcel Thueler-Uhr, Fraktionspräsident


Jahresbericht der Schulpflege

Die Schulpflege hat ihre Geschäfte im Berichtsjahr anlässlich von 14 Sitzungen behandelt.

Das erste Halbjahr war geprägt von personellen Wechseln sowie dem krankheitsbedingten Ausfall des Präsidenten, Philippe Fehr. Nachdem die Schulpflege bereits in Unterzahl gestartet war, fiel im Februar 2014 auch der Präsident, Philippe Fehr, krankheitsbedingt aus, und die restlichen Mitglieder waren organisatorisch wie auch ressourcenmässig stark gefordert. Im Mai konnte Daniela Scheidegger als Ersatzmitglied für die Ende 2013 zurückgetretene Claudia Wyss im Gremium begrüsst werden. Ab August waren wir dann mit der Neuwahl von Lukas Fankhauser als Schulpflegepräsidenten wieder in vollzähliger Zusammensetzung operativ.

Mit dem neuen Schuljahr 14/15 erfolgte der Wechsel auf 6 Jahre Primarschule und 3 Jahre Oberstufe. Die Schulleitung und die Schulpflege hatten sich intensiv auf diesen Wechsel vorbereitet und im Verlauf des Herbstes konnte festgestellt werden, dass die neuen 6. Primarklassen ohne nennenswerte Probleme gestartet sind, und der Übergang in allen Schulhäusern reibungslos vollzogen wurde. Ebenfalls erfreulich war, dass an der Schule Zofingen nur eine Kündigung eines kleineren Pensums ausgesprochen werden musste.

Die Planung des neuen Schulhauses ist in diesem Jahr weiter fortgeschritten und auf Kurs. Die Abteilung Hochbau und Liegenschaften führte im Auftrag des Stadtrates einen Studienauftrag für den Neubau eines Schulhauses auf dem nördlichen Areal des BZZ durch. Es soll Platz für 12 Klassenzimmer samt Gruppenräumen, sowie für Vorbereitung, Schulleitung und Sekretariat, Werk-, Logopädie- und Musikräumen bieten. Sechs Planungsteams von insgesamt 40 angemeldeten wurden ausgewählt und eingeladen ihre Variante zu präsentieren, aus denen im vergangenen August die Jury dem Stadtrat eine überzeugende Lösung zur Weiterbearbeitung vorschlagen konnte. Wer wollte, durfte sich in der Ausstellung im Bürgersaal dann selbst ein Bild über sämtliche Lösungsvorschläge machen. Im Rahmen der Planungskommission ist es der Schulpflege möglich ihre Anliegen bei der Konkretisierung des Vorprojektes und Projektes einzubringen.

Das Ziel einer Schulsozialarbeit (SSA) auf allen Stufen der Volksschule konnte dank Ressourcenumlagerungen und Stundenplananpassungen im Zusammenhang mit dem Wechsel 6/3 endlich realisiert werden. Die Schulpflege erachtet insbesondere die SSA auf Kindergarten und Unterstufe der Primarschule als sehr wichtig, können so doch frühzeitig Probleme erkannt und Lösungen angegangen werden.

Die von Schulleitung und Schulpflege angeforderte und anfangs März 2014 durchgeführte externe Zwischenevaluation durch die Fachhochschule hat gezeigt, dass sich das neue Führungssystem der Schulleitung grundsätzlich bewährt. Jedoch wurden auch verschiedene Empfehlungen ausgesprochen, um die Wirkung der Schulleitung weiter zu verbessern.
Im Mai konnte die Heilpädagogische Schule (HPS) ihr 50-jähriges Bestehen feiern. Im Rahmen eines sehr stimmungsvollen Festanlasses zeigten die Schülerinnen und Schüler der HPS ihr vielfältiges Können mit einer gelungenen Musik- und Tanzaufführung. Anlässlich des Jubiläums wurde auch ein sehr eindrücklicher Film zum HPS-Alltag realisiert.

Nicht zufriedenstellend ist der Verlauf des Projektes „Tagesstrukturen“. Aufgrund von zusätzlichen Anforderungen seitens Stadtbehörden wird die vorgesehene Umsetzung verzögert. Die Schulpflege hofft, dass das Projekt im ersten Halbjahr 2015 einen bedeutenden Schritt vorangetrieben werden kann.

Auf kantonaler Ebene wurde die Vorlage „optimierte Führungsstrukturen der Aargauer Schulen“ sistiert und wird frühestens 2018 wieder aktuell. Somit sind Auswirkungen auf die Zukunft der Schulpflege nicht vor der Amtsperiode 22/25 zu erwarten.
Ebenfalls werden die Übertrittsverfahren in und nach der Volksschule überprüft. Voraussichtlich werden die Abschlussprüfungen der Bezirksschule wie die Übertrittsprüfungen von der Primar- auf die Oberstufe mit Wirkung ab Schuljahr 16/17 abgeschafft.

Christina Gut Sjöberg , Tobias Siegrist und Lukas Fankhauser


JUSO

Im Jahr 2014 ist es ruhiger geworden um die JUSO Zofingen. Zu Beginn des Jahres konnte sich die JUSO Zofingen - als einzige Kraft im Kanton – gegen den Protest und das Verhalten des Gemeinderates in Aargau bezüglich Asylzentrum positionieren. Dies war ein wichtiges Zeichen um zu zeigen, dass es nicht nur Gegenstimmen in der Region gibt und ein klares Solidaritätsbekenntnis mit den Asylsuchenden. Aufgrund verschiedener Abgänge und Wegzügen war im Anschluss nicht mehr viel Aktivität der JUSO Zofingen zu verzeichnen. Gegen Ende des Jahres wurde mit dem wiederbeleben der Sektion begonnen. Auch im Hinblick auf die Kandidatur von Dumeng Girell Di Giovanoel für die Nationalratswahlen auf der JUSO Liste will man mit einer gestärkten Regionalgruppe in das Wahljahr.

Sascha Antenen


SP Ortsgruppe Brittnau

Das Politische Jahr 2014 ist in Brittnau recht ruhig verlaufen. Unsere Gemeinderätin Nadine Sterchi hat sich in ihrem Ressort Soziales, Alter und Gesundheit gut eingearbeitet. Die von ihr vertretene Vorlage zur Reorganisation der Sozialdienste und der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) wurde durch die Gemeindeversammlung vom 14. Mai 2014 diskussionslos genehmigt.

Die SP ist stolz auf ihre Gemeinderätin, die sich mit ihrer Kompetenz sowohl im Gesamtgemeinderat wie auch in der Bevölkerung schnell eine hohe Akzeptanz erarbeitet hat.

In der Wintergemeindeversammlung wurde wegen dringendem Schulraumbedarf, ab Sommer 2015, einer partiellen Schulhaussanierung zugestimmt. Dies gegen die Empfehlung der Finanzkommission für welche die Sanierung ein Schnellschuss darstellt.

Anfangs 2015 stehen Ersatzwahlen für zwei zurücktretende Schulpflegerinnen an, leider ist es der SP bis jetzt nicht gelungen eine Kandidatin oder Kandidaten zu nominieren.

Martin Fischer