Parteichronik 1981 bis 1990

Die Parkhausprojektierung «Bahnhofplatz» oder «Niklaus-Thutplatz» läuft an. Das «Niklaus-Thut-Projekt» erhält den Vorzug.
Die SP geht mit dem Slogan «Abbau indirekter Steuern», «Sparen am rechten Ort», «Verkehrsarme Altstadt», «Sozialer Wohnungsbau» in die Einwohnerratswahlen. Die SP erreicht mit einem Stimmenanteil von 23.4% (+ 0.5%) zehn Sitze.
Die Stadträte Robert Häuselmann und Franz Bühler schaffen die Wahl im ersten Wahlgang.

Das Parkhausprojekt «Niklaus-Thutplatz» stürzt in der Volksabstimmung ab.
Die Partei diskutiert das "SPS-Parteiprogramm 1982".
Aufgrund einer SP-Motion wird der Stellenplan in den städtischen Altersheimen überarbeitet.
Die SP macht sich stark für eine Jugendherberge in der Friedau.

An der GV werden neue Statuten genehmigt.
Bei den Nationalratswahlen erreichte die SP einen Stimmenanteil von 28.4%. Lilian Uchtenhagen wird von den bürgerlichen Parteien nicht zur Bundesrätin gewählt.
Die SP Zofingen beschliesst nach einer hitzigen Diskussion, dass am ausserordentlichen Parteitag in Bern für eine weitere Bundesratsbeteiligung ein klares JA vertreten wird.
Die im SPS-Programm festgehaltenen Grundsätze zur Öffnung haben es in der Zofinger Sektion eher schwer.

Eine Parteiversammlung zur Nichtwahl einer Arbeitsschul-Lehrerin mobilisiert mehr als 45 Mitglieder.
Die SP verliert im Aargau de zweiten Regierungsratssitz. Ursula Mauch schafft es auch im zweiten Wahlgang nicht.
Die Arbeitsgruppe Information, «Info-Gruppe», entpuppt sich als Sammelbecken für diejenigen, die mit dem gesteuerten SP-Kurs Mühe bekunden (Bundesratsaustritt).

Die Lokalwahlen bringen für die SP Erfolge: Vier Schulpflege-Mitglieder, neun Einwohnerräte, davon zwei Frauen. Dilli Schaub übernimmt für zwei Jahre das Einwohnerrats-Präsidium. Die Stadträte Franz Bühler und Robert Häuselmann werden mit Spitzenresultaten wiedergewählt.
Die SP macht eine Umfrage zum Standort eines Parkhauses. Oben aus schwingt der Standort «Forstacker», vor dem nicht zur Auswahl stehenden «Niklaus-Thutplatz»; hat da die «Thutplatz-Lobby» ein wenig nachgeholfen?
Zum Thema UNO kommt Nationalrat Max Chopard an eine Parteiversammlung.

Die SP organisiert einen Orientierungsabend zum Thema «Asylanten unter uns», Vertreter des Hilfswerks HEKS, das Sozialamtes Zofingen und der Chef des kantonalen Sozialdiensts orientieren uns. Zofingen hat momentan 13 Asylbewerber zu betreuen.
Das vom LäZ ergriffene Referendum gegen den Ausbau der Schiessanlage Heitern ist in unserer Sektion heftig umstritten.
Zum Thema «Entwicklungshilfe wohin» wird eine öffentliche Veranstaltung mit Nationalrat Richard Bäumlin organisiert.

Das zweite «Niklaus-Thut-Parkhaus», das von einer IG Thutplatz lanciert wird erleidet das gleiche Schicksal wie das erste.
Zwischen Einwohnerratsfraktion und Basis entsteht daraus ein Graben.
Eine Publikation in der AZ über unhaltbare Zustände in den Altersheimen Rosenberg und Tanner veranlasst die SP zu einer ER-Motion.
Ein offener Brief vom LäZ an die SP erzeugt viele Emotionen.
An den Nationalratswahlen verliert die SP in Zofingen einen Stimmenanteil von 10%.
Die Arbeit der Einwohnerratspräsidentin Dilli Schaub findet rundum Anerkennung.

Zum Jubiläum «100 Jahre SPS» organisiert die SP eine Feier im Röberbad mit Nationalrat Hans Zbinden und dem Cabaret «sauce claire».
Die Erneuerung der KVA Oftringen gibt immer wieder zu Diskussionen Anlass.
Die SP wehrt sich gegen die kurzsichtige Finanzpolitik der Bürgerlichen (Steuerfuss-Senkung).
Die SP Unterkulm kommt auf Besuch und interessiert sich für die Zofinger Abfallsack-Lösung, auf die mittlerweile die SP Zofingen aus Umweltschutzgründen stolz ist.

Die Initiative «Schweiz ohne Armee» wird vor dem schweizerischen Parteitag im Beisein des Kantonalpräsidenten Willi Wacker diskutiert. Die SP Zofingen beschliesst die Ablehnung der Initiative.
Bei den Grossratswahlen im Frühling kann der Stimmenanteil wieder gesteigert werden. Elisabeth Ruch wird gewählt, Dieter Kräuchi ist erstes Ersatz-Mitglied.
Bei den Einwohnerratswahlen verliert die SP zwei Sitze und hält nunmehr deren sieben.
Für die beiden zurücktretenden Stadträte Robert Häuselmann und Franz Bühler werden Dilli Schaub als erste Frau und Lothar Brünisholz im ersten Wahlgang gewählt.
In der Schulpflege geht der vierte Sitz wieder verloren.

Zusammen mit den linken Kräften LäZ, Grüne und den Gewerkschaften führen wir ein Podiumsgespräch zum Thema Europa durch.
Als Sommerausflug besuchen wir die Grossabfalldeponie im luzernischen Ufhusen.
Die Wahl des Vize-Einwohnerratspräsidenten löst grosse Unruhe in der Einwohnerratsfraktion aus. Ueli Steiner wird gewählt.
Nationalrat Peter Vollmer stellt uns das Manifest «SP Schweiz zur Europa-Frage» vor.