Parteichronik 1941 bis 1950

Betreffs Teuerungszulage an das Gemeindepersonal wird eine Eingabe gemacht, da die Teuerung bereits auf 25% gestiegen ist (seit Kriegsbeginn: 35%).
Mitgliederbestand Ende Februar nur noch 29 Mann.
Grossratswahlen: Kosten total Fr. 49.20. Über die Verschmelzung Mühlethal-Zofingen wird 1942 berichtet.
Teuerungszulagen vom Gemeinderat beschlossen: Kinderzulage = Fr. 60.–; für Ledige Fr. 150.–; für Verheiratete Fr. 250.–

Am 1. Juli sind für die Altersversicherungsinitiative 400 Unterschriften gesammelt.
Die Teuerung ist bis Ende September auf über 45% gestiegen.
Dem Vorschlag des Gemeinderates auf Erstellung von 20 Häusern, als Arbeitsbeschaffung wird zugestimmt.

Der Ankauf des Häfligerlandes wird von der Gemeindeversammlung abgelehnt.
Eingabe für Zurverfügungstellung von Pflanzland an bedürftige Familien von der SP an den Stadtrat.
Killer wird als Stadtrat portiert.

Es wird über die Reform des Teuerungsgesetzes referiert und die verschiedenen Berechungen angeprangert.
Regierung Mussolini am 25. Juli gestürzt (70tausend internierte). Teuerung 50%.
Als Grossratskandidaten für 1945 belieben: Jakob Amsler bisher, Oskar Berger und Fritz Stammbach neu. Mitgliederzahl 33.

Als Anwärter für den zweiten Gemeinderatssitz wird Oskar Berger gewählt.
Am 24. Oktober eine Versammlungsbeteiligung von 33 Mann.
Vorlage Familienschutz mit grossem Mehr angenommen.
Gewährung von Teuerungszulagen an Rentner des Aargaus (Beamte und Beamtinnen) angenommen.
Über die Konkurrenz der Lastwagen zur Bahn wird diskutiert, und kräftige Unterstützung für das Verkehrsteilungsgesetz einstimmig beschlossen.

Im alten Kanzleigebäude sind Notwohnungen eingerichtet worden und gehen an die Mieter über.
Es wird diversen Überbauungsplänen und Landverkäufen zugestimmt.
Chemiestreik Siegfried.

In Zofingen wurde 1946 die grösste je erlebte Maifeier abgehandelt, laut Jahresbericht des Präsidenten.
Gemeindeammann tritt auf Jahresende zurück. Als neuer Stadtammann wird Rudolf Lerch mit 1314 Stimmen gewählt.
Am 6. Juli wird die AHV angenommen; im Kanton Aargau mit 60´604 Ja-Stimmen gegen 15´978 Nein-Stimmen.

Forstamtskreise und Ausbildung des Forstpersonals werden gründlich vorgestellt.
Das kantonale Aktiensteuergesetz wird mit grossem Mehr angenommen.
Rücktritt von Gustav Gross als Gemeinderat. Da sich Rudolf Hunziker entgegen der Parteiparole in den Gemeinderat wählen lässt wird er mit 13 Stimmen aus der Partei ausgeschlossen.

An der GV vom 12. Februar wird Fritz Stammbach als neuer Präsident gewählt. Es wird kein Sozialdemokrat in den Gemeinderat gewählt.

Der Genosse Berger wird vom Gemeinderat unter fadenscheinigen Gründen nicht mehr in die LWZ-Kommission gewählt.
Der Neuanlage des Friedhofs auf dem Bergli wird zugestimmt.