Parteichronik 1931 bis 1940

Vortrag von Dr. Rudolf Siegrist im Hotel Rössli.
Parteiversammlungen im alten Polizeiposten.
Gemeinderatsersatzwahlen.
Vortrag Walter Kohler, Nationalrat.

Es wird der Militarismus in Zofingen unter die Lupe genommen und von Gegenmassnahmen gesprochen.
Protest gegen den Einsatz von Baumaschinen bei der neuen Post.
Auf eine Zweiervertretung im Gemeinderat wird verzichtet.

Missbrauch des Asylrechts.
Veranstaltung zur Gründung einer Frauengruppe mit Referat von Klara Army. Beschluss am 27. Februar 1933.
Frontenversammlung im Römerbad (Nationale Front).
Vorschlag für 2. Gemeinderat: Wülser

Dr. Arthur Schmid erkundigt sich nach der Frauengruppe. Agitatorin für die Frauengruppe gewählt: Frau Bachmann. Der Frontenbewegung wird der Kampf angesagt. Für den deutschen Flüchtling Fischer konnten sechs Bürgen gefunden werden, da dieser eine Kaution von Fr. 2´000.– leisten muss, um sich eine Aufenthaltsbewilligung zu beschaffen!
Gustav Gross referiert über die Eingemeindung von Mühlethal. Im Protokoll vom 2. Oktober 1934 steht der Schlussatz: Offiziell steht die Partei immer noch zu ihrem Beschluss von 1927.
Rückgang der Mitgliederzahl von 69 auf 54, inkl. 5 Frauen. E. Bolliger macht sich höchst unbeliebt und wird dennoch zum Agitobmann gewählt.
Industrie und Gewerbetreibende verlangen, dass zuerst ein Lohnabbau stattfindet, bevor Hochbauten verwirklicht werden (Saalbau, Turnhalle, Berufsschule, Bezirksschule).

Es werden die Behördensteuern beschlossen.
Märzversammlung wird wegen zu schwachem Besuch aufgelöst. Bandi, der am 26. Juni nicht anwesend ist fragt schriftlich an, was mir der Frauengruppe sei.
Die Fröntler machen sich mit der Verfassungserneuerungsinitiative verhasst und wecken so den Widerspruch der Genossen.

Das neue Armengesetz wird besprochen. Abstimmung am 4. und 5. Juli. Es wird zur Freude der Arbeiterschaft angenommen.

Für die Arbeitsbeschaffungsinitiative konnten 560 Unterschriften gesammelt werden. Es kommen die Eingemeindung von Mühlethal und die Gebietsabtretung vom Ruhbankquartier der Gemeinde Oftringen zur Sprache.

Besprechung über die Verstaatlichung der Rüstungsindustrie und der Mobiliarversicherung des Kantons Aargau. Es wird bedauert, dass von den Arbeitern das Bildungswesen nicht anerkannt wird.
April: Einweihung des neuen Gewerbeschulhauses. Betreffs Bierverkaufs am Jugendfest kommt eine Anfrage, ob das Bier nicht für 25 Rappen verkauft werde (Sorgen hat man...).
Versammlungsbesuche fast durchwegs nur 15 Genossen.

Betreffs Eisbahn und Sandsteuern des Bauamtes wird Kritik laut. Werner Horisberger wird neuer Präsident. An der GV sind 23 Personen anwesend. Genosse Büchi ist gestorben. 5 Nationalräte aus dem Aargau sind gewählt worden.

Es gibt Genossen, welche die Lebensmittelvorratskarten nicht einlösen können. Diese werden ersucht, die Karten auf dem Polizeiposten zu hinterlegen.
Mitgliederbestand von 40 auf 35 zurückgegangen. Der Gotthardbund wird nicht gerühmt.
Es wird die herrschende Wohnungsnot besprochen, sowie der 1916 eingeführte Mieterschutz.
Schenkung der folgenden Gebäude von der Ortsbürgergemeinde an die Einwohnergemeinde: Kornhaus, Gewerbehalle und altes Kanzleigebäude.